Aus dem Cube wird McTirol-Hotel

Am 14. Dezember öffnet das ehemalige Cube-Hotel in Biberwier seine Tore. Die Philosophie: Gäste zahlen einen Nächtigungsgrundpreis und für weitere Leistungen extra. Suche nach Personal ist nicht abgeschlossen.

Von Alexander Paschinger

Biberwier –Wie berichtet, lief im März der fünfjährige Betreibervertrag der Cube-Gesellschaft im bislang gleichnamigen Hotel in Biberwier aus. Ab 14. Dezember öffnet das Hotel aber wieder seine Tore. Die Hotelerrichtungsgesellschaft T1 der Langes-Swarovski-Gruppe legt dabei für zwei Jahre die Geschäfte in die Hände der Conos-Gruppe, die ihrerseits das Haus auf eine neue Marketing-Ebene stellen sollte. McTirol nennt sich das Hotel ab sofort. Biberwiers Bürgermeister Helmut Schreyer ist zuversichtlich, dass das Engagement der Langes-Swarovski-Gruppe in weiterer Folge zu einer Modernisierung der Marienberglifte führen wird.

Bis dorthin gilt es jedoch die alten Cube-Spuren zu beseitigen. „Baulich geht es einmal darum, die Zimmer und den Wellnessbereich zu adaptieren“, erklärt Christian Grünbart von der Conos. Auch an der Fassade will man basteln: „Es soll ein freierer Blick von den Zimmern zur Bergwelt geschaffen werden.“ BM Schreyer wird Mitte September eine Bauverhandlung durchführen. Laut den vorliegenden Unterlagen sei „auch ein kleines Hallenbad geplant“. Die Kosten für diese Investitionen, erklärt der Dorfchef, würde Gernot Langes-Swarovski tragen. Conos habe das Konzept für das neue McTirol verfasst und solle nach Willen von Langes-Swarovski nun für zwei Jahre die Umsetzbarkeit auch beweisen. Für Schreyer ist es wichtig, dass im Design-Hotel „endlich Kontinuität einkehrt“. In den vergangenen Jahren habe die Geschäftsleitung halbjährlich gewechselt und auch beim Personal gab es große Fluktuation. Dennoch stelle das Haus einen wichtigen Baustein in den Gemeindefinanzen dar.

Grünbart hat im Rahmen eines Mitarbeiter-Castings in dieser Woche „gut die Hälfte“ der Belegschaft gefunden. Daneben wird freilich am neuen Konzept gefeilt. McTirol spielt nicht umsonst auf die sprichwörtliche Sparsamkeit der Schotten an. „Der Gast bezahlt nur die Leistung, die er tatsächlich in Anspruch nimmt.“ Entsprechend wird das Grundpaket mit der schlichten Übernachtung ab 39 Euro angeboten. Jede weitere Leistung wie Verpflegung oder Besuch des Wellnessbereiches etc. wird extra verrechnet. „Insgesamt bieten wir das Leistungsspektrum eines 3- bis 4-Sterne-Hotels.“

Dieses Extra-Verrechnen von Wellness, Fitness oder auch Hallenbad erfreut auch den Biberwierer Bürgermeister. Er ist überzeugt, dass ein solches Konzept auch für die eigene Bevölkerung nutzbar ist und die Infrastruktur im Dorf bereichert.

Im Hinterkopf hat Schreyer aber vor allem die Kombination von Hotelier und Liftbetreiber bei der Langes-Swarovski-Gruppe: „Ich schöpfe durchaus Hoffnung, dass unsere alten Anlagen dadurch eine Erneuerung erfahren.“ Denn immerhin wirbt das Hotel auf www.mctirol.com mit „hoteleigener Piste“.


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