Neue Almhütte bereichert alte Tradition

Vent, Schnals – Seit Tausenden von Jahren wandern Hirten mit ihren Schafen im Frühsommer von Südtirol über die Jöcher ins Ötztal und im Herb...

Vent, Schnals –Seit Tausenden von Jahren wandern Hirten mit ihren Schafen im Frühsommer von Südtirol über die Jöcher ins Ötztal und im Herbst wieder retour – eine uralte Form der Weidewirtschaft – die so genannte Transhumanz.

Seit Kurzem ist der Schafübertrieb zwischen dem Schnalstal und dem Innerötztal um eine bauliche Facette reicher: Die alte Schaferhütte im Niedertal auf 2230 Metern Seehöhe wurde durch die neue Niedertal-Almhütte am ehemaligen Ochsen Kaser auf 2134 Metern Seehöhe ersetzt.

Das Besondere daran: Die Almhütte steht auf Nordtiroler Seite. „Wir haben die entsprechende Baugenehmigung erteilt“, bestätigt Söldens Bürgermeister Ernst Schöpf. Auch die Projektierung bzw. Geld kommen aus Nordtirol. Die neue Alm wurde mit einem Darlehen in der Höhe von 260.000 Euro auf 19 Jahre finanziert, Land Tirol und EU gewährten Verlustbeiträge. „Im Bereich der Investitionsförderung zählt der Ort der Investition und die Hütte steht auf Nordtiroler Gebiet“, erklärt Anton Bramböck von der Abteilung Agrarwirtschaft des Landes die grundsätzliche Vorgangsweise.

Die Alpinteressentschaft Niedertal zählt 21 Mitglieder, die zusammen 2170 Hektar Weidefläche besitzen. Weitere 360 Hektar stehen im Miteigentum mit Vent-Ramol, 380 Hektar sind von den Rofenhöfen gepachtet, 3500 Hek­tar von den Österreichischen Bundesforsten. Derzeit weiden dort 2150 Schafe, 280 Ziegen und neun Pferde.

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Vor Kurzem fand nun die feierliche Segnung der Almhütte mit Pfarrer Franz Messner aus Schnals, Josef Götsch, dem Obmann der Agrargemeinschaft Niedertalalm, Hirte Johann Götsch GR Angelika Krismer aus Vent sowie den Bürgermeistern von Schnals und Laas, Karl Josef Rainer und Andreas Tappeiner, statt. (TT, jenny)


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