Mit Adam fing es an und mit Adam wird es weitergehen

Vor 150 Jahren startete Opel mit der Produktion von Nähmaschinen. Dann folgten Fahrräder, schließlich Automobile.

Frankfurt –Auch wenn sich die Rüsselsheimer derzeit abmühen müssen – feiern dürfen sie nahe Frankfurt dennoch: Vor 150 Jahren gründete Adam Opel jene Firma, die zunächst mit der Produktion von Nähmaschinen auf sich aufmerksam machte. Dabei sollte es nicht bleiben. Lukrative Geschäfte versprach die Herstellung von Fahrrädern. Das erste hieß Velociped, es entstand 1886.

Allerdings: Die Opelaner wollten nicht einspurig bleiben. Sie gingen schnell in die Breite, 1899 stellten sie den Patent Motorwagen System Lutzmann vor. Nach Daimler war Opel somit das zweite deutsche Unternehmen, das in seinem Sortiment Automobile führte. In den folgenden Jahrzehnten brachte der Produzent unter anderem den „Doktorwagen“ (1909) und den „Laubfrosch“ (1924) an den Mann. Während der Weltwirtschaftskrise bekam Opel einen neuen Eigentümer: 1929 kaufte General Motors den deutschen Anbieter. Zeitweise galt Opel in der Folge als größter europäischer Autohersteller. Der erste Kadett kam noch vor Beginn des Zweiten Weltkriegs auf den Markt, der Olympia machte sich einen Namen als erstes deutsches Serienfahrzeug mit selbsttragender Ganzstahlkarosserie.

Nach dem Zweiten Weltkrieg reüssierte Opel noch einmal ordentlich: Mit Diplomat, Admiral und Kapitän schufen die Deutschen mobile Ikonen, mit weiteren Kadett-Generationen sprengten sie die Millionen-Absatz-Marke.

Achtbares gelang Opel mit dem Rekord, dem Omega, dem Calibra und dem Senator sowie dem unnachahmlichen Manta. Stückzahlen erzielten die Rüsselsheimer weiters mit dem Corsa, Zafira und Vectra sowie dem Kadett-Nachfolger Astra.

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Unbestritten ist, dass Opel im Jubiläumsjahr einem scharfen Wind ausgesetzt ist. Gut für Opel, dass neue Modelle in der Pipeline sind, darunter auch ein Adam, ein nobler Kleinstwagen. (hösch)


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