Volle Betten am Sonnenplateau

Die nächtigungsstärkste Sommerregion des Bezirkes bleibt auf Wachstumskurs mit Zuwächsen von bis zu 7,2 Prozent. Ischgl und St. Anton mussten ein Minus schlucken.

Von Helmut Wenzel

Landeck –Der Siegerpokal in der touristischen Zwischenbilanz für den Bezirk Landeck zum 31. Juli geht klar an das Sonnenplateau. Mit 115.000 Nächtigungen ist Serfaus die klare Nummer 1 im Bezirk und die Nummer 7 in Tirol.

Während Serfaus gegenüber 2011 ein Plus von drei Prozent schaffte, darf sich Fiss über einen Zuwachs von 6,2 Prozent freuen, Ladis übertraf das Vorjahresergebnis gar um 7,2 Prozent. „Das Produkt­angebot passt, wir sind und bleiben eine Familiendestination und alle Leistungsträger ziehen an einem Strang.“ So fasst TVB-Geschäftsführer Josef Schirgi das Erfolgsrezept zusammen.

Dass die Region jährlich das Bettenangebot um zehn Prozent ausbaut, sei völlig aus der Luft gegriffen. „Heuer herrscht bei uns minimale Bautätigkeit, zuletzt haben wir jährlich höchstens zwei bis drei Prozent Betten dazugebaut“, stellt Schirgi klar und scherzt: „Neid muss man sich eben auch erst erarbeiten.“ Nicht ohne Stolz blickt er auf die Aufenthaltsdauer der Gäste: „Mit 6,5 Tagen liegen wir einiges über dem Tiroler Durchschnitt.“ Nummer eins bei den Herkunftsländern ist die Schweiz – der Anteil der eidgenössischen Gäste ist auf über 30 Prozent geklettert. Steigende Anteile hat das Plateau auch bei russischen und religiösen jüdischen Urlaubern. In Serfaus bieten, so Schirgi, bereits mehrere Betriebe koschere Speisen an. Auch entsprechende Gebetsräume wurden eingerichtet. Im bezirksweiten Ranking auf Platz drei gelandet ist Nauders mit einem Plus von 7,7 Prozent. Das Reschendorf hat heuer kräftig in das Freizeitangebot („Goldwasser“) investiert. Ein Minus weist die Zwischenbilanz für die Dörfer im Inntal aus: Ried hat 8,6 Prozent verloren, Pfunds 6,7 Prozent.

In Ischgl sind die zahlreichen Sommer-Events noch ohne Auswirkung auf die Nächtigungsziffern geblieben. „Viele Betriebe haben heuer erst in der zweiten Juli-Woche aufgesperrt“, erläutert Geschäftsführer Andreas Steibl. Ischgl muss ein Minus von 4,2 Prozent schlucken. „Dabei stecken wir viel Aufwand ins Marketing. Im Sommer ist es so, dass wir bei 150 Prozent Input vielleicht mit 70 Prozent Output rechnen können.“ Für Obmann Alfons Parth ist der Sommer weiterhin ein Problemkind: „Das Paradies wartet noch, bis es entdeckt wird.“ In St. Anton ist das Minus mit 3,9 Prozent etwas geringer geblieben.

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