Spitzenjobs bei Polizei vergeben

Tirols neuer Landespolizeidirektor heißt wie erwartet Helmut Tomac, seine beiden Stellvertreter sind Norbert Zobl und Edelbert Kohler. Die offizielle Bestellung findet Ende des Monats in Wien statt.

Von Mario Zenhäusern

Innsbruck –Am 1. September tritt jenes Gesetz in Kraft, das aus den bisherigen Sicherheits- und Bundespolizeidirektionen sowie den Landespolizeikommanden eine Einheit formen soll: die Landespolizeidirektion. Die Chefs dieser Behörden wird Innenministerin Johanna Mikl-Leitner Ende des Monats ernennen. Sie stützt sich dabei auf eine Bestellungskommission im Innenministerium, die bereits getagt hat.

In Tirol haben sich bekanntlich drei Exekutivbeamte um das Amt des Landespolizeidirektors beworben. Das Rennen hat, wie nicht anders zu erwarten, der bisherige Landespolizeikommandant Helmut Tomac gemacht. Der 48-jährige Jurist ist Vertrauter der Innenministerin, außerdem ist er einer der Konstrukteure der aktuellen Reform, die weit reichende Veränderungen mit sich bringt.

Größer war das Gerangel um die ebenfalls ausgeschriebenen Posten der beiden stellvertretenden Landespolizeidirektoren. Hier haben sich der bisherige Tomac-Stellvertreter Norbert Zobl und der stellvertretende Sicherheitsdirektor Edelbert Kohler durchgesetzt. Während Zobls Nominierung im so genannten Sachbereich A ziemlich unumstritten war, musste sich Kohler im Sachbereich B, in dem auch das künftige Rechtsbüro angesiedelt ist, gegen Christian Schmalzl durchsetzen. Der 43-jährige Zillertaler, der zehn Jahre im Innenministerium gearbeitet hatte, war der Nummer zwei in der Sicherheitsdirektion vorgezogen worden, als es nach der Pensionierung von Sicherheitsdirektor Hans Ebenbichler um die Besetzung des interimistischen Leiters der Sicherheitsdirektion ging. Jetzt hat Kohler den Spieß umgedreht. Er wechselt als stellvertretender Chef in die Landespolizeidirektion, Schmalzl ist für die Leitung des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA) in Tirol vorgesehen.

Auf das neue Führungstrio wartet eine große Aufgabe. Sie müssen nicht nur drei bisher getrennte Einheiten zusammenführen, sondern quasi eine neue Behörde aus dem Boden stampfen. Unter anderem werden auch die meisten Abteilungen dieser neuen Landespolizeidirektion neu ausgeschrieben, darunter das Landeskriminalamt, die Einsatzabteilung oder das Landesamt für Terrorismusbekämpfung und Verfassungsschutz. Unverändert bleibt die Verkehrsabteilung.

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