2,2 Millionen Euro fließen rund um Naturpark Lech

Das Naturparkhaus für den Tiroler Lech wird in Elmen gebaut, das Besucherzentrum samt Ausstellung kommt zur Ehrenberger Klause.

Von Alexander Paschinger

Elmen, Reutte –In der Regierungssitzung vom 14. August brachte Noch-LHStv. Hannes­ Gschwentner den Antrag ein, am Donnerstag gab es die entscheidende Sitzung des Naturpark­vereins Tiroler Lechtal unter Obmann Heiner­ Ginther: „Einstimmig“, freut sich der Bürgermeister von Elmen, seien das Projekt Natur­parkhaus Klimmbrücke sowie das Besucherzentrum auf Ehrenberg samt Dauerausstellung abgesegnet worden. Die Gelder über den Naturschutzfonds seien von der Regierung bereits beschlossen, die Mittel über den Topf Sonderförderung Tiroler Lech müssen noch von den Bezirksgremien abgesegnet werden und für die Dauerausstellung könne man 60 Prozent EU-Förderung erwarten.

Damit nahm die Frage nach dem Naturparkhaus eine weitere Wende seiner langen Diskussionsgeschichte. Nach langem Hin und Her inklusive­ Abblasen des Planes steht nun ein ganz konkretes Projekt in Elmen: Auf der Klimmbrücke soll um 935.000 Euro das Gebäude entstehen. „Es ist allerdings nur für Führungen und Informationen vorgesehen“, betont Ginther. Der Naturparkverein beschloss die Vergabe an einen Architekten. „Die Planungen können beginnen, nächstes Jahr könnten wir bauen“, so Ginther. Er habe Vorgespräche mit den Bundesbehörden, mit der Raumordnung und Brückenabteilung des Landes geführt. „Die Statik wurde geprüft – das sollte kein Problem sein.“ Falls doch, stehe neben der Brücke ein gemeindeeigenes Grundstück zur Verfügung, betont der Bürgermeister von Elmen. Es sollten keine­ weiteren­ Verzögerungen mehr eintreten. Als Träger des Bauvorhabens trete­ dabei der Naturparkverein Tiroler Lech auf.

Der Burgenverein wiederum­ sei verantwortlich für das Besucherzentrum bei der Ehren­berger Klause. Nicht weniger als 880.000 Euro sollten in den Bau gesteckt werden. „Dieser Standort ist ideal, weil er Zigtausende Besucher des Burgenmuseums Ehrenberg anspricht – das sind dann alles­ potenzielle Gäste für den Naturpark selbst“, ist Heiner Ginther von einer Symbiose Ehrenbergs mit dem Naturpark überzeugt.

In diesem Besucherzentrum ist freilich auch die Dauer­ausstellung für den Naturpark geplant. 400.000 Euro sollten in dieses Projekt gesteckt werden­, „das zu 60 Prozent aus EU-Mitteln finanziert wird“, so Ginther.

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Neben EU-Mitteln und Naturschutzfonds stammt das Geld zu 70 Prozent aus der Sonderförderung Tiroler Lech: Mit 10,9 Millionen Euro auf zehn Jahre hatte das Land diesen Topf 2003 gefüllt.


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