Waldner will „Land und System verändern“

Gemeinsam mit seinem Parteichef Gabriel Obernosterer sieht sich der designierte Kärntner ÖVP-Landesrat „als Team, das das Land und das System verändern will“.

Klagenfurt – Der designierte Kärntner ÖVP-Landesrat Wolfgang Waldner spricht sich für die Abschaffung des Proporzes und die Entpolitisierung der Kärntner Landesgesellschaften aus. Gemeinsam mit seinem Parteichef Gabriel Obernosterer sieht er sich „als Team, das das Land und das System verändern will“, sagte der scheidende Außenamts-Staatssekretär im Gespräch mit der APA.

Obwohl Waldner die Kärntner Politszene bisher nur von außen kennt, glaubt er, sich durchsetzen zu können. „Es ist schon anders als in Wien oder in der Bundespolitik und vor allem anders als in der internationalen Politik“, räumte der ÖVP-Politiker ein. Aber schon in seiner bisherigen Laufbahn als Diplomat oder Chef des Museumsquartiers habe er es verstanden, sich Gehör zu verschaffen. „Und ich habe nicht vor, mich einem anderen Stil zu unterwerfen oder meinen Stil zu ändern“, so Waldner. Konkret zu einzelnen Personen oder Parteien wollte sich Waldner nicht äußern: „Ich möchte offen auf die Leute zugehen, mit denen ich arbeiten muss.“

Reinigungsprozess: „Wir sind weiter als die anderen“

Den Reinigungsprozess innerhalb der Kärntner ÖVP nach dem endgültigen Aufbrechen der Birnbacher-Affäre sieht Waldner zwar noch nicht abgeschlossen. „Wir sind aber weiter als die anderen“, meinte der Politiker. So habe die ÖVP bereits ein neues personelles Angebot. Bei anderen Parteien sei dieser Prozess noch nicht in Gang gesetzt. „Die müssen erst ihre Hausaufgaben machen“, so Waldner.

Und wie will der bisherige Spitzendiplomat einen Landtagswahlkampf bestreiten? „Ich werde das tun, was notwendig ist, um die Leute zu erreichen. Ich habe auch bisher kein Kommunikationsproblem gehabt“, sagte Waldner. Seinem Parteichef Obernosterer streute er Rosen: „Er hat in einer schwierigen, krisenhaften Situation für die ÖVP Entscheidungen getroffen und reinen Tisch gemacht.“ Wer letztlich als Spitzenkandidat in die Wahl gehe, sei sekundär, so Waldner. (APA)

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