Tour-de-France-Organisatoren warten ab - Ullrich will Siege nicht

Die Verantwortlichen der Frankreich-Rundfahrt wollen in der Causa Armstrong erst die Entscheidungen des Rad-Weltverbandes und der USADA abwarten.

Berlin - Die Organisatoren der Tour de France haben noch nicht durchblicken lassen, ob Lance Armstrong die Aberkennung seiner sieben Siege bei der Frankreich-Rundfahrt droht. In einer Stellungnahme vom Freitagabend verwiesen die Tour-Organisatoren darauf, dass sie zunächst die Entscheidungen des Rad-Weltverbandes UCI und der US-Anti-Doping-Agentur (USADA) abwarten wollen.

Die USADA hatte Armstrong lebenslang gesperrt und will ihm auch die Tour-de-France-Erfolge aberkennen. Fraglich ist aber, ob die USADA damit nicht ihre Zuständigkeit überschreitet. Darauf hatte Armstrong bereits selbst verwiesen. Der 40-Jährige, der nicht mehr gegen Dopingvorwürfe vorgehen wird, wollte am Samstag bei einem Mountainbike-Rennen in Colorado antreten.

Jan Ullrich hat bekräftigt, dass er nicht nachträglich zum Tour-Sieger von 2000, 2001 und 2003 gekürt werden will. Damals hatte der Detusche jeweils den zweiten Platz hinter Armstrong belegt. „Ich werde mich sicherlich nicht mit fremden Federn schmücken. In den Jahren war Lance einfach besser als ich. Das akzeptiere ich - damals wie heute“, sagte Ullrich dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Bereits am Freitag hatte der 38-Jährige betont, er beschäftige sich mit dem Thema nicht mehr groß. „Ich habe mit meiner Profikarriere abgeschlossen und habe immer gesagt, dass ich auch auf meine zweiten Plätze stolz bin“, sagte Ullrich der Nachrichtenagentur dpa. Der Tour-Sieger von 1997 wurde im Februar wegen Dopings gesperrt. (dpa)

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