Hybrid-Salonlöwe für den Großstadtdschungel

Mit dem Designpaket „F-Sport“ und Sportfahrwerk wird der oft unhörbare Premium-Kompakte Lexus CT 200h unübersehbar.

Innsbruck – Mit der Vorstellung des Prius war Toyota 1997 im Hybridbereich der Autowelt über zehn Jahre voraus. Toyotas Nobel-Tochter Lexus steht seither wie kaum eine andere Marke für das hybride Zusammenspiel zwischen Verbrennungs- und Elektromotor – kaum einer wird noch mit nur einem Motor an Bord verkauft. Letztes Jahr verließ Lexus dann erstmals die Gefilde­ der Luxus- und SUV-Klasse und streckte mit dem CT 200h die Sensoren in Richtung Premium-Kompakt­klasse aus. Jetzt verpasste Lexus seinem Luxus-Kompakten mit dem Designpaket „F-Sport“ nicht nur eine messerscharfe Optik, sondern auch ein Sportfahrwerk und einen Vibrationsdämpfer.

Der schneeweiße TT-Testwagen avanciert so mit seiner mächtigen Frontschürze und den seitlich abgedunkelten Scheiben in der Innsbrucker Innenstadt zum oftmaligen Hingucker. Das angenehm straffe Sportfahrwerk lässt aber noch genügend Komfort, um mit dem noblen Innenraum nicht allzu sehr zu kontrastieren. Im Testwagen war er mit weichem Leder ausgeschlagen – im Grunde ein Muss in jedem Lexus (Lederpaket 2050 Euro). Bleibt doch dieser Kompakte trotz Sportpaket vor allem ein Verwöhn-Hybrid für den täglichen Stadtverkehr. Hier rollt der Lexus bis 45 km/h auf zwei Kilometern auch rein elektrisch. Erst bei stärkerem Gasstoß schaltet sich der 1,8-Liter-Benziner dazu. Dieses Zusammenspiel funktioniert perfekt, laut- und rucklos. Kein Wunder, stammt es doch vom Prius der dritten Generation. Vier Fahrmodi stellt der Lexus seinem Lenker bereit. Dabei ändern sich nicht nur Ansprechverhalten, sondern unter anderem auch die Grafik der Instrumente. Liebenswert die Details der technikverliebten Japaner, wie die Bedienung per Computermaus in der Mittelkonsole. Beim Fahren bleibt der CT 200h ganz Hybrid. Gemacht zum leisen Gleiten und Rollen – und dabei mit enormem Sparpotenzial durch Hintanhalten des Verbrennungsmotors. Geht es jedoch auf den Berg oder auf die deutsche Autobahn, wirkt der 1,8-Liter-Benziner, wie die meisten 99-PS-Maschinen ohne Turbo (Systemleistung 136 PS), leicht angestrengt. Mehr als 5,7 Liter wollte der Hybrid im Mix aber trotzdem nicht konsumieren. Technikbegeisterte werden ab 29.580 Euro (200h Eco) ihre Freude haben. (fell)

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