Swarovski steigt ins Filmgeschäft ein - Jobgarantie für Produktion

Der Tiroler Kristallkonzern produziert den Filmklassiker „Romeo und Julia“. Markus Langes-Swarovski garantiert langfristig „mehr als 3000“ Produktionsjobs in Wattens.

Wattens – Das traditionsreiche Kristallunternehmen geht künftig neue Wege. Swarovski steigt mit einer Adaption des Shakespeare-Klassikers „Romeo und Julia“ als Produzent ins Filmgeschäft ein. Das berichtet das am Montag erscheinenden „trend“-Magazin.

Damit will der Tiroler Konzern nicht nur die Strahlkraft der Marke stärken, sondern auch sofort Geld verdienen, erklärt Nadja Swarovski-Adams, Chairwoman der neu gegründeten Sparte Swarovski Entertainment. In einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin skizziert die 42-Jährige, die mit Jahresbeginn als erste Frau in der 117-jährigen Geschichte des Unternehmens in die Geschäftsführung der Kristallsparte aufgestiegen ist, die Pläne der Dynastie mit der Film-Produktion:

Einstieg ins Filmgeschäft soll sich durch Merchandising rechnen

„Swarovski Entertainment ist als Profit Centre konzipiert“, so Swarovski-Adams gegenüber dem „trend“. Je nach dem Ergebnis der aktuell laufenden Verhandlungen mit US-Filmstudios wird die Shakespeare-Adaption „Romeo und Julia“ (Drehbuch: Oscar-Preisträger Julian Fellowes, Hauptdarsteller: Hailee Steinfeld, Douglas Booth) im Februar oder November 2013 im Kino starten.

Neben dem Ticketverkauf soll sich die Produktion durch Merchandising-Produkte wie einer eigens kreierten Romeo-und-Julia-Schmucklinie und einer CD mit der Filmmusik refinanzieren. Darüber hinaus haben die Tiroler die Lizenzen für das nächste James-Bond-Abenteuer „Skyfall“, das im November in die Kinos kommt, erworben. Pünktlich zum Filmstart wird sowohl eine Kristall- als auch eine Echtstein-Schmucklinie veröffentlicht. Das neue Bond-Girl Bérénice Marlohe wird zudem das Gesicht der neuen Swarovski-Herbst-Winter-Kollektion sein.

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Produktionsstandort in Wattens langfristig gesichert

Der Chef der Kristallsparte, Markus Langes-Swarovski, sieht den Produktionsstandort in Wattens unterdessen langfristig gesichert. In einem Interview mit dem „trend“-Magazin sagt Langes-Swarovski auf die Frage, ob er auch in fünf Jahren noch über 3000 Produktionsjobs in Tirol garantieren kann: „Ja, absolut. Wir werden das in dieser Zahl halten können, auch auf Grund unserer Wachstumsstrategie.“

Damit zerstreut er in den letzten Jahren aufgetauchte Befürchtungen, die Fertigung werde von Wattens, wo derzeit von 5300 Beschäftigten 3200 in der Produktion tätig sind, gänzlich ins Ausland verlagert. Man werde in Tirol in Zukunft „vor allem großvolumige Serien in allerhöchster Qualität produzieren“ und auch in neue Produktionsanlagen investieren, so Langes-Swarovski.

Um den wichtigsten Standort der Gruppe weiter zu entwickeln, etwa mit Betriebsansiedelungen, wurde soeben mit der Gemeinde Wattens die gemeinsame Firma „Destination Wattens GmbH“ unter der Leitung des ehemaligen Kristallwelten-Chefs Andreas Braun gegründet.

2011 hat die Swarovski-Gruppe 2,87 Milliarden Euro umgesetzt, im ersten Halbjahr gab es ein Plus von sieben Prozent. Dabei legte die kleinste Sparte, die Optik KG, mit zehn Prozent am stärksten zu, der größte Bereich Kristall wuchs um acht Prozent, Tyrolit Schleifmittel um fünf Prozent. (tt.com, OTS)


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