Regierungsparteien verloren Kommunalwahl in Chile

Die konservative Regierungskoalition des chilenischen Präsidenten Sebastian Pinera hat bei Kommunalwahlen in dem südamerikanischen Land eine Schlappe erlitten. Neben dem Bürgermeisteramt in der Hauptstadt Santiago de Chile konnten oppositionelle Kandidaten am Sonntag auch weitere Rathäuser erobern.

Die Beteiligung an dem Urnengang, der zum ersten Mal nach neuem Wahlrecht mit freiwilliger Stimmabgabe durchgeführt wurde, lag nach Angabe der Wahlbehörde bei unter 50 Prozent. In Chile finden im kommenden Jahr Präsidentschaftswahlen statt.

Neue Bürgermeisterin von Santiago de Chile wird Carolina Toha von der linken Koalition Concertacion. Die ehemalige Sprecherin von Ex-Staatschefin Michelle Bachelet löst den Konservativen Pablo Zalaquett vom Regierungsbündnis Alianza ab, der seine Niederlage anerkannte. Auch in Providencia setzte sich eine linke Kandidatin durch, während die Rathäuser in Vina del Mar und Temuco von rechten Anwärtern gewonnen wurden.

Die Wahl war die erste seit einer Änderung des Wahlgesetzes, die zur Aufnahme von mehr als fünf Millionen neuer Wähler in die Wahllisten führte, die meisten davon jünger als 35 Jahre.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Kommentieren


Schlagworte