Macho mit deutschen Wurzeln

Seat kombiniert im Ibiza spanisches Temperament mit deutscher Technik. Der plastische Chirurg verpasste dem kleinen Casanova kürzlich eine Extraportion Würze.

Innsbruck – Der Ibiza ist das wichtigste Pferd im Stall von Seat. Vor allem die letzte Ibiza-Generation hat ihm zu diesem Stand verholfen. Immerhin belegt er bei den Verkaufszahlen den zweiten Platz hinter seinem Quasi-Bruder VW-Polo. Man kann darüber streiten, ob das Facelift, das man dem Spanier vor einem halben Jahr verpasst hat, wirklich schon notwendig war, Tatsache ist aber, dass es ihm keinesfalls geschadet hat.

Die optionalen LED-Tagfahrleuchten verleihen ihm einen geschärften Blick, die Motorhaube bekam in der Mitte eine kecke Bügelfalte verpasst und die ganze Frontpartie wirkt nach dem Update breiter und kraftvoller als bisher. LED-Leuchten unterstreichen auch den Ausdruck der Heckpartie des Ibiza. Im Innenraum des Katalanen hat sich wenig geändert. Lediglich die bequemen Polster sind in neuen Farben zu haben und das Handschuhfach hat etwas zugelegt. Die Armaturen wirken klar und aufgeräumt, jeder Schalter ist genau, wo man ihn vermutet.

Auf der Straße gibt sich der Ibiza gewohnt souverän. Hinter der modifizierten Front unseres kleinen Spaniers arbeitete ein 1,2-Liter-Selbstzünder, der 75 PS leistete. Der Dreizylinder entwickelt ein maximales Drehmoment von 180 Nm, die er an die Vorderräder weitergibt. Diese liegen schon bei niedrigen 1500 Umdrehungen an und sorgen bei dem Spanier für einen ordentlichen Antritt. Federung und Dämpfung sind komfortabel, aber niemals schwammig und zudem gefällt uns die präzise Lenkung. Der Dreizylinder macht den Spanier zu einem echten Sparmeister. 4,5 Liter waren es im Schnitt, die sich unser Ibiza während der 14 Tage genehmigte.

In der Grundversion war unser Ibiza ab 15.450 Euro zu haben. Mit an Bord sind dann alle wichtigen Helferlein wie ESP oder ABS, allerdings muss der Fahrer im Sommer schwitzen, denn eine Klimaanlage kostet extra. Zum Basispreis addierten sich in Summe 1729,61 Euro für ein MP3-Radio, eine geteilte Rückbank und eine Zentralverriegelung. (luc)


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