Telfs bietet 45 Asylwerbern Platz

Von Sabine Kuess...

Von Sabine Kuess

Telfs –Ein Wohnhaus am Südrand von Telfs bietet künftig 45 Asylwerbern eine vorübergehende Bleibe. Der Vertrag zwischen Land Tirol und dem Mieteigentümer sei bereits unterzeichnet, informiert die Marktgemeinde in einer Aussendung. Bürgermeister Christian Härting wurde gestern informiert, er sieht den Standort als „gut geeignet“. Das Wohnhaus eines privaten Eigentümers befindet sich in der Josef-Schöpf-Straße, die Nähe zum Bahnhof sei laut Bürgermeister Härting von Vorteil.

„Ich bin überzeugt, Telfs wird aufgrund seiner Größe die Aufnahme neuer Bürger bestens bewältigen. 45 Menschen werden bei über 15.000 Mitmenschen gut verkraftbar sein“, betont Härting. Außerdem ergänzt der Ortschef, dass es „aus Sicht der Gemeinde keine rechtliche Handhabe dagegen“ gebe.

Der Flüchtlingskoordinator des Landes Meinhard Eiter erklärt: „Wir haben Telfs ausgesucht, weil man sagte, dass man jetzt einmal große Gemeinden in die Pflicht nehmen muss.“ Das Haus müsse noch adaptiert und möbliert werden. Eiter gibt an, dass die Flüchtlinge Ende November bzw. Anfang Dezember einziehen können.

Der Telfer FPÖ-Gemeinderat lehnt das neue Asylwerberheim in der Marktgemeinde ab. „Telfs hat bereits genügend Integrationsprobleme“, kritisiert er, dass es auch keinerlei Informationen im Vorfeld gegeben habe.

Auch in der Osttiroler Gemeinde Dölsach wird ein weiterer Standort für die Aufnahme von Asylwerbern entstehen. Dort finden 24 Personen Platz. Ein Beschluss der Gemeinde zur Umwidmung müsse laut Eiter noch aufsichtsbehördlich genehmigt werden. Weitere 25 bis 30 Asylwerber sollen zusätzlich in der Reichenau Platz finden. Bisher wohnen 220 Flüchtlinge in dem Innsbrucker Heim, das zurzeit umgebaut wird.


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