Einhausung: Gestaltung nur in Etappen

Von Manfred Mitterwachauer...

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –In Amras ist es ruhig geworden. Seit der dortige Autobahnverkehr in einem 910 Meter langen Tunnel, der so genannten Einhausung Amras, verschwindet, ist die Lebensqualität in dem dörflich geprägten Innsbrucker Stadtteil spürbar gestiegen. Doch ruhig ist es in den letzten Monaten auch um die versprochene Oberflächengestaltung des Betonkolosses geworden. Im November des Vorjahres wurde der damalige Planungsstand der Bevölkerung präsentiert – und fand großen Anklang. Denn nicht nur, dass die rund 25.000 m² laut Naturschutzbescheid begrünt werden müssen. Die Stadt will daraus einen Naherholungsraum schaffen. Den Amrasern wurde damals in Aussicht gestellt, dass die neue Parkanlage als Gesamtes im Jahre 2013 in Betrieb gehen soll.

Ein knappes Jahr später klingt das etwas anders. In seiner morgigen Sitzung liegt dem Innsbrucker Stadtsenat ein überarbeiteter Entwurf zur Oberflächengestaltung zur Beschlussfassung vor. Die Realisierung der geplanten Spiel-, Sport- und Freizeiteinrichtungen soll laut aktuellen Kostenschätzungen bei rund 800.000 Euro liegen. Kosten, deren Bedeckung im Budget „nicht gegeben“ sei, wie den Senatsmitgliedern darin mitgeteilt wird. Die Empfehlung ist klar: Das Projekt soll nicht in einem Stück verwirklicht werden. Und auch das nur, sofern aus der Bevölkerung heraus ein gewisser „Nutzungs­druck“ entstünde und die budgetären Mittel vorhanden seien.

Der zuständige Stadtrat Gerhard Fritz (Grüne) bestätigt auf TT-Anfrage die skizzierte Vorgehensweise: „Die Einhausung ist schon von der Asfinag eingegrünt worden. Die Möblierung soll aber in Etappen erfolgen – auch in Abhängigkeit der Inanspruchnahme.“ Schließlich wolle man das Budget nicht „übermäßig belasten“.

Als Erstes sollen nun im kommenden Jahr der Kleinkinderspielplatz (200.000 €) sowie eine Slacklineanlage und Ruhebereiche für Spaziergänger umgesetzt werden. Dann müsse man „Jahr für Jahr schauen“, sagt Fritz. In der Warteschleife harren demnach eine WC-Anlage (120.000 €), eine Fitnessmeile­ für Senioren und weitere Trendsportmöglichkeiten.

Hinsichtlich der Bepflanzung der Einhausung sind rund 50 Bäume, 2100 Sträucher und 150 Kletterpflanzen vorgesehen. Letztere behübschen in erster Linie die nackte Nordwand des Autobahntunnels aus Beton.


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