Bankräuber von Polizei verhaftet

Das Landeskriminalamt kann zwei Banküberfälle als geklärt abhaken. Zwei Verdächtige aus Deutschland sind in Haft.

Von Thomas Hörmann

Innsbruck –49 und 42 Jahre alt, deutsche Staatsbürger aus Ingolstadt bzw. Osterhofen: So lauten die Steckbriefe von zwei Verdächtigen, die für die Banküberfälle in Kufstein (20. August 2010) und Innsbruck/Mühlau (19. Jänner 2011) verantwortlich sein sollen. Die Männer wurden am 12. September von der deutschen Polizei verhaftet. Und zwar einen Tag nach einem weiteren Überfall auf eine Bank­filiale in Schärding (Oberösterreich).

Beim vorerst letzten Coup konnte ein Zeuge der Polizei Hinweise zum Fluchtfahrzeug liefern. Der Schlüssel zum Ermittlungserfolg.

Nach der Festnahme „wurden auch ältere Überfälle überprüft“, erzählt Albert Maurer, Raubermittler des Landeskriminalamtes in Innsbruck: „Beim Vergleich mit verschiedenen Fotos aus den Überwachungskameras haben wir festgestellt, dass die Verdächtigen auch für die Überfälle in Kufstein und Mühlau infrage kommen.“

Tatsächlich hat der 49-Jährige inzwischen auch die Straftaten in Tirol gestanden. Der 42-Jährige bestreitet hingegen, an den Überfällen beteiligt­ gewesen zu sein.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Das Geständnis beinhaltet außerdem zwei weitere Delikte: einen missglückten Überfall auf eine Bank in Salzburg (14. Jänner 2011) und einen gescheiterten Einbruch in ein Geldinstitut in Mayrhofen (September 2012).

Der Überfall in Salzburg scheiterte übrigens nur, weil der Bankschalter unbesetzt war. Fünf Tage später raubten die Männer quasi als Ersatz die Mühlauer Sparkasse aus.

Die Deutschen verwendeten bei den Raubdelikten angeblich Schreckschuss­pistolen. Als Fluchtfahrzeuge mieteten sie in ihrer Heimat Autos an. Die Männer sind in Untersuchungshaft.


Kommentieren


Schlagworte