Exporte sicherten Stroh Rum stabile Geschäfte

Die österreichische Traditionsfirma Stroh aus Klagenfurt hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 11,6 Millionen Euro Umsatz gemacht und lag damit auf Vorjahresniveau. Auf APA-Anfrage wurde ein Gewinn, nicht aber dessen Höhe kommuniziert. Der Exportanteil betrug 75 Prozent. Deutschland ist der wichtigste Auslandsmarkt, aber auch England gewinnt zunehmend an Bedeutung für die 1832 gegründete Firma.

An China sei man „dran, der Fokus liegt aber in Europa“. „Erst kürzlich wurden wir mit einem unserer Getränke in 800 englischen Pubs neu gelistet“, sagte ein Unternehmenssprecher der 180 Jahre alten Firma mit nunmehr 35 Mitarbeitern. In England zieht offenbar das heimische „Aprea-Ski-Gefühl“, mit dem die Pubs Geschäfte machen wollen - und zwar mit Jagatee. Das alkoholische Heißgetränk sei sowohl bei den Briten als auch bei den Deutschen ein „Markterfolg“. Auch in die USA geht dieser Skihütten-Drink.

In Russland und der Ukraine sei der Markteintritt geglückt - besonders erfolgreich in der Ukraine wohin bereits mehr als 15.000 Flaschen österreichischen Rums exportiert wurden. Zu den weiters wichtigsten Auslandsmärkten gehören auch die Benelux-Staaten und Skandinavien.

Die „Alleinstellung am Markt“ mache sich insgesamt bezahlt, so Stroh-Austria-Eigentümer Harold Burstein. Im Werk in Klagenfurter Stadtteil Viktring wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vier Millionen Liter Spirituosen abgefüllt, die in 40 Länder weltweit gehen.

Während Stroh Rum von einem in Österreich „leicht rückläufigen“ Spirituosenmarkt sprach, sieht das Spirituosen-Unternehmen „Beam“ („Jim Beam“ Whiskey) in Österreich „einen vielversprechenden Markt“. Der weltweite Spirituosenanbieter baut eine eigene Niederlassung in Österreich auf, hieß es am Montag in einer Aussendung. Kürzlich hatte sich auch die „Austrian Whisky Association“ mit 14 heimischen Herstellern gegründet und startete somit 17 Jahre nach dem der erste Produzent die Spirituose gebrannt hatte.


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