Kultur kommt direkt ins Klassenzimmer

Von Denise Daum...

Von Denise Daum

Innsbruck –Rund 50 Volksschulkinder sitzen mit großen Augen im Schneidersitz am Boden vor einer Bühne. Aufmerksam lauschen sie den Erzählungen von Verena Wolf, gehüllt in ein wallendes Kleid, und dem Spinettspiel von Peter Waldner, der mit einer selbstgebastelten Krone auf dem Kopf vor seinem kleinen Cembalo sitzt. Ein „Neues Märchen mit Alter Musik“ wird den Schülern der Volksschule Allerheiligen im Zuge der Initiative zur Kulturvermittlung der Tiroler Kulturservicestelle (TKS) präsentiert.

Seit nunmehr 38 Jahren vermittelt die TKS Kulturschaffende geradewegs in Tirols Klassenzimmer, um jungen Tirolern vom Volksschulalter bis zur Maturaklasse den direkten Kontakt zu Kunst und Kultur zu ermöglichen.

In der Volksschule Allerheiligen zogen Landesrätin Beate Palfrader und Landesschulratspräsident Hans Lintner gestern Bilanz über das Schuljahr 2011/12 und präsentierten das neue Programm. „Insgesamt 2791 Veranstaltungen von Kulturschaffenden kamen im vergangenen Schuljahr direkt in die Tiroler Klassenzimmer. 73.000 Schüler konnten somit erreicht werden“, bilanzierte Lintner. Die Wichtigkeit direkter Kulturvermittlung betonte LR Palfrader: „Kultur aus erster Hand zu erleben, ermöglicht Kindern und Jugendlichen, eigene Talente zu entdecken.“ Dafür investiert das Land 200.000 Euro pro Jahr, je Veranstaltung zahlt ein Schüler 1,50 Euro. Auch heuer stehen wieder zahlreiche Veranstaltungen aus den Bereichen Literatur, Medien, bildende Kunst und Musik auf der Liste der Tiroler Kulturservicestelle. Das Angebot reicht von Lesungen und Autorengesprächen mit namhaften Schriftstellern über Tanzprojekte, Improvisationstheater bis hin zur Anwendung moderner Kunststile.

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