Investmentbanker füllen Deutscher Bank wieder die Kasse

Vor Steuern fuhr das Geldhaus einen Gewinn von 1,1 Mrd. (Vorjahreszeitraum: 942 Mio.) Euro ein.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal dank anziehender Geschäfte im Investmentbanking mehr verdient als vor einem Jahr. Vor Steuern fuhr das Geldhaus einen Gewinn von 1,1 Mrd. (Vorjahreszeitraum: 942 Mio.) Euro ein und traf damit in etwa die Analystenerwartungen. Unter dem Strich blieben 755 Mio. Euro in der Kasse, wie die Bank am Dienstag mitteilte.

Allein im Investmentbanking stand ein Vorsteuergewinn von 662 Mio. Euro zu Buche. Hier profitierte die Deutsche Bank davon, dass im Spätsommer ihre Hauptdomäne, der Anleihehandel, wieder angesprungen war. Das hatte sich schon bei den Quartalszahlen der großen US-Rivalen gezeigt. Allerdings wurde das Ergebnis auch durch Sonderbelastungen gedrückt, etwa durch den Konzernumbau.

Insgesamt verbuchte die Deutsche Bank im ersten vollen Quartal unter der Leitung der neuen Doppelspitze Anshu Jain und Jürgen Fitschen Sonderbelastungen von 320 Mio. Euro durch den anstehenden Stellenabbau sowie weitere 289 Mio. Euro für Rechtsstreitigkeiten.

Für das letzte Quartal ist das Institut trotz trüber Aussichten im Investmentbanking zuversichtlich. Deutschlands größtes Geldhaus erwarte für das restliche Jahr eine „moderat positive Entwicklung“, heißt es im Zwischenbericht. Es gehe weiter darum, Risiken und Kosten zu reduzieren. Die Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung werde speziell das Investmentbanking beeinträchtigen. Die Bank bekräftigte ihre Ziele für 2015, darunter jährliche Kostensenkungen von 4,5 Mrd. Euro. (APA/Reuters/dpa)

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