Nach Attacken ist wieder Sachlichkeit eingekehrt

Grünes Licht von der Marktgemeinde Jenbach für den Bau eines Bürogebäudes eines renommierten Schienenfahrzeugkonstrukteurs.

Von Walter Zwicknagl

Jenbach –Trotz Vorwahlgeplänkel im Vorfeld der ersten Gemeinderatssitzung von VP-Bürgermeisterkandidat Dietmar Wallner überwog die Sachlichkeit. Schließlich ging es auch um Projekte mit Zukunft. Denn östlich des Hotels Toleranz will der Schienenfahrzeugkonstrukteur Molinari ein Bürogebäude für hochqualifizierte Techniker errichten. „Wir stehen im Standortwettbewerb. Wenn wir das auf die lange Bank schieben, machen andere Gemeinden das Rennen“, befürchtete Wallner. Von 60 bis 80 Arbeitsplätzen in der Startphase war die Rede, im Endausbau könnten es 160 Arbeitsplätze sein. „Einen Wildwuchs sehe ich da nicht“, betonte Architekt und VP-Gemeinderat Bernhard Stöhr. Verkehrstechnische Gutachten brauche es nicht, wie das Baubezirksamt Innsbruck Dietmar Wallner versicherte. Ein Ja für die Änderung des Flächenwidmungsplanes in Sonderfläche Bürogebäude gab es auch durch die SP. „Ich hätte mir aber eine Empfehlung durch den Bauausschuss gewünscht“, vermerkte SP-Gemeindevorstand Andreas­ Lackner. Künftig müssten derartige Dinge gründlich diskutiert werden.

Am Ball bleiben will Wallner in Sachen Jugendzentrum. „Von Landesrat Johannes­ Tratter bekam ich einen Zuschuss­ von 200.000 Euro zugesichert“, teilte er dem Gemeinderat mit. Schließlich wolle man nicht Planungskosten in der Höhe von 65.000 Euro in den Sand setzen. Dass die Sanierung der Neuen Mittelschule – früher Hauptschule des Sprengels – rund sechs Millionen Euro koste, berichtete der Vizebürgermeister. Ein Viertel der Kosten übernehme das Land.


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