Serbiens Polizei ermittelt nach Skandal-Spiel gegen zwölf Personen

Die Handgreiflichkeiten nach dem U21-EM-Quali-Match zwischen Serbien und England haben ein Nachspiel.

Belgrad - Wegen der Ausschreitungen nach dem U21-Spiel zwischen Serbien und England am 16. Oktober hat die serbische Polizei Verfahren gegen insgesamt zwölf Personen eingeleitet. Wie das Innenministerium am Dienstagabend mitteilte, sind darunter fünf serbische und zwei englische Fußballer, je ein Assistenztrainer beider Teams sowie drei Fans.

Englands Nachwuchs hatte sich im Play-off-Rückspiel für die EM-Endrunde 2013 in Krusevac wie schon im Hinspiel mit 1:0 durchgesetzt. Nach dem Siegestreffer kurz vor Schluss kam es zu einem Handgemenge auf dem Weg in die Kabine.

Von englischer Seite gab es anschließend Vorwürfe, Spieler seien von serbischen Akteuren angegriffen worden. Im Stadion waren Affenlaute in Richtung der Gäste zu hören. Die drei Fans würden allerdings wegen des Zündens von Feuerwerkskörpern belangt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der serbische Fußball-Verband hatte Rassismusvorwürfe zurückgewiesen. Die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union (UEFA), die sich ebenfalls mit den Vorfällen befasst, will am 22. November ihr Urteil bekanntgeben. UEFA-Präsident Michel Platini hatte Serbien mit einer harten Strafe gedroht, sollten sich die Rassismusvorwürfe als berechtigt herausstellen. (APA)

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