Internetbetrüger nützt Konten von Anbietern

Von Reinhard Fellner...

Von Reinhard Fellner

Innsbruck –Dass Internetverkaufsplattformen immer häufiger zum Betätigungsfeld von Betrügern werden, ist seit Jahren bekannt. Ein besonders gewitzter Fall ist nun in Innsbruck bekannt geworden. So vertritt der Innsbrucker Rechtsanwalt Bernd Bakay einen Tiroler, der über die Plattform willhaben.at ein freigeschaltetes Handy zum Kaufpreis von 400 Euro erwerben wollte. Nach Kontaktaufnahme meldete sich ein junger Tiroler umgehend zurück und bat, das Geld auf das Konto seiner Schwester – einer Akademikerin – zu überweisen. Die Kontonummer wies tatsächlich auf ein völlig unverdächtiges Tiroler Bankinstitut hin. Als nach der Überweisung das Handy jedoch einfach nicht eintrudeln wollte, stellte der Besteller Nachforschungen an und kam über die Kontonummer auf die Tiroler Akademikerin.

Diese fiel wiederum aus allen Wolken. Waren doch auf ihrem Konto tatsächlich 400 Euro eingelangt. Die hätten jedoch von einem etwa 20-jährigen Burschen gestammt, der über Internet eine Tasche zum Preis von 55 Euro erworben und versehentlich 400 Euro angewiesen hatte. Schon kurz darauf habe sie der mutmaßliche Student angerufen und habe die gekaufte Tasche und den Überling von 345 Euro bei ihr zu Hause abgeholt.

Nach der Anzeige von Anwalt Bakay laufen nun die Ermittlungen. Andere Opfer, denen der Sachverhalt bekannt vorkommt, sollten sich melden.

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