Ja zu Piz Val Gronda: Tiroler sind kritisch

Innsbruck – Insgesamt 28 Jahre war um eine Lift-Erschließung des Piz Val Gronda in Ischgl gerungen worden. Kurz vor seinem Abschied aus der ...

Innsbruck –Insgesamt 28 Jahre war um eine Lift-Erschließung des Piz Val Gronda in Ischgl gerungen worden. Kurz vor seinem Abschied aus der Politik hat Umweltlandesrat Hannes Gschwentner (SPÖ) mit einem positiven Bescheid einen Schlussstrich gesetzt – und dafür viel Lob aus Ischgl und der Wirtschaft, aber gleichzeitig auch heftige Kritik etwa von Grünen und Umweltschützern geerntet.

Die Tirolerinnen und Tiroler sehen die Entscheidung des Landes durchaus kritisch, geht aus der im Auftrag der TT von Karmasin Motivforschung durchgeführten Repräsentativ- umfrage (500 Befragte) hervor. Demnach sollte das grüne Licht für die Erschließung des Piz Val Gronda für nur 9 Prozent der Auftakt zur Realisierung weiterer Projekte im Bereich Seilbahnen und Golf sein, auch wenn dadurch der Naturschutz etwas beeinträchtigt würde. Für 35 Prozent der Tiroler muss das Ja zur neuen Seilbahn in Ischgl eine Einzelentscheidung bleiben. Jedes weitere Ansuchen müsse wie bisher für sich beurteilt werden. Für 41 Prozent der Befragten braucht es eine Verschärfung der Gesetze, weil die Entscheidung eine weitere in einer Reihe von Bescheiden sei, die der Umwelt Schaden zufügen. 15 Prozent wollten sich nicht festlegen. Am kritischsten äußerten sich Frauen, Akademiker sowie Grün- und Gurgiser-Wähler, am ehesten baufreudig zeigten sich Männer, Arbeiter und ÖVP-Wähler. (va)


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