Villen-Deal kostet Oligarchen 39 Millionen Euro

Sein Interesse an einer der prächtigsten Villen der Welt kommt den russischen Milliardär Michail Prochorow teuer zu stehen. Der Politiker und Unternehmer muss 39 Millionen Euro Anzahlung für die Villa Leopolda an der französischen Côte d‘Azur in den Wind schießen, weil er das Immobiliengeschäft kurzfristig platzen ließ. Glückliche Gewinnerin des Rechtsstreits ist Villen-Eigentümerin Lily Safra.

Der 47 Jahre alte Prochorow hatte ursprünglich knapp 390 Millionen Euro für das einstige Anwesen des belgischen Königs Leopold II. mit Blick auf das Mittelmeer zahlen wollen. Dann ließ der Gründer der Investmentgruppe Onexim das im Jahr 2008 geschlossene Geschäft aber platzen - Gerüchten zufolge wegen der Wirtschaftskrise.

Die Villa Leopolda ist damit weiter in Besitz der Witwe des libanesischen Bankiers Edmond Safra. Zu dem herrschaftlichen Gebäude aus der Anfangszeit des vergangenen Jahrhunderts gehört ein rund acht Hektar großer Park mit Hunderten Olivenbäumen, Zypressen sowie Zitronen- und Orangenpflanzen. Das Anwesen liegt auf einem Hügel in Villefranche-sur-Mer zwischen Nizza und Monaco. Zwischenzeitlich gehörte es auch Giovanni Agnelli. Er wurde als langjähriger Präsident des Automobilkonzerns Fiat bekannt.

Nach der jüngsten Schätzung des US-Wirtschaftsmagazins „Forbes“ kommt Prochorow allerdings immer noch auf ein Vermögen von etwa 10,2 Milliarden Euro. Mittlerweile macht er auch Politik. Bei der russischen Präsidentenwahl im März landete er auf Platz drei.

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