Halb Breitenwang bastelt und strickt und näht und filzt

Am 1. Dezember findet ein Weihnachtsmarkt am Max-Kerber-Platz statt. Das Warenangebot stammt komplett aus eigener Fertigung.

Von Helmut Mittermayr

Breitenwang –Breitenwang ist anders. Mit Weihnachtsmärkten wird hausgehalten. Wenn man sich aber dazu durchringt, dann kommt das halbe Dorf in Gang. Nach dem ausnehmenden Publikumserfolg und dem besonders stimmigen Ambiente des ersten Weihnachtsmarktes vor zwei Jahren kommt es nun am 1. Dezember zu einer Neuauflage am Max-Kerber-Platz vor dem Gemeindeamt. Dafür wurden nun auch acht Hütten angefertigt, um von Reutte unabhängig zu sein.

Dutzende Frauen in mehreren Gruppen sind seit Wochen im Einsatz. Nähen, Basteln, Stricken, Filzen – im alten Gemeindehaus, im Fußballerheim und in Privathäusern finden die gut besuchten konspirativen Treffen mit viel Handarbeit statt. So werden am 1. Dezember ab 11 Uhr auch Puppen aus eigener Produktion verkauft. 100 Kilogramm selbst gemachte Kekse waren vor zwei Jahren in 20 Minuten vergriffen, heuer wird es mehr geben. Filzpatschen, Schals, Handschuhe – „made in Breitenwang“ wird den Markt auszeichnen.

Hinter der „Maschinerie“, die nun voll angelaufen ist, steht weder ein Verein noch die Gemeinde. Die Kommune trägt die Initiative aber voll mit. Die nötige Infrastruktur wird zur Verfügung gestellt. Die Koordination liegt in den Händen von Edmunda Hosp, Heinz Fringer und Ingrid Trixl, die unzähligen Aktiven sind allesamt freiwillig tätig. „Die Einnahmen fließen abzüglich der Materialkosten eins zu eins in den Sozialfonds der Gemeinde Breitenwang“, erklärt Heinz Fringer mit gar nicht geringem Stolz.


Kommentieren