Doppelmord im Marchfeld - Ermittlungen führen ins Ausland

Ein Ehepaar wurde im Dezember 2011 tot in Obersiebenbrunn aufgefunden. Noch gibt es keine konkreten Verdächtigen.

Gänserndorf – Nach einem fast ein Jahr zurückliegenden Doppelmord im Marchfeld führen Ermittlungsansätze der niederösterreichischen Kriminalisten nun ins nördliche Ausland. Brigadier Franz Polzer, Chef des Landeskriminalamtes NÖ (LKA NÖ), hat einen entsprechenden „Kurier“-Bericht (Freitag-Ausgabe) auf Anfrage bestätigt. Ein Ehepaar (80 und 76) war im Dezember 2011 tot in seinem Haus in Obersiebenbrunn (Bezirk Gänserndorf) aufgefunden worden.

„Wir haben uns mit Nachbarländern kurzgeschlossen“, sagte Polzer. Es gehe u.a. um Datenabgleich. „Wir versuchen weiterzukommen.“ Es gebe aber noch keine konkreten Verdächtigen. Dass die Ermittlungsansätze allein in die Slowakei führen würden, wollte Polzer nicht bestätigen. Tschechien sei „genauso möglich“.

Die 80-Jährige und ihr 76-jähriger Mann waren in den Nachmittagsstunden des 12. Dezember in ihrem Haus in der Bahnhofstraße getötet worden. Die Frau wurde im Vorraum mit Stich-bzw. Schnittverletzungen im Kopf- und Halsbereich gefunden. Der Ehemann lag in einem angrenzenden Schuppen des Anwesens. Er war erschlagen worden.

Das Paar galt keinesfalls als vermögend, lebte eher bescheiden und zurückgezogen und hatte keine näheren Kontakte zu anderen Menschen. Laden und Kästen in dem Haus waren geöffnet bzw. durchwühlt. Der oder die Täter erbeuteten - laut den Ermittlern „mit Sicherheit“ - eine geringe Menge an Bargeld und Schmuck.

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Die beiden Söhne - einer hatte seine toten Eltern am Vormittag des 13. Dezember 2011 entdeckt, der andere lebt im Ausland - wurden vom LKA als Verdächtige ausgeschlossen. Im Juli 2011 setzte das Bundeskriminalamt 10.000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt, die zur Ausforschung des Täters oder der Täter führen. (APA)


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