Strafe für Kriegsverbrechen von Berufungsgericht angehoben

Zwei ehemalige Angehörige der serbischen Territorialverteidigung waren wegen Kriegsverbrechen in Ostbosnien verurteilt

Belgrad – Ein Belgrader Berufungsgericht hat am Freitag die Haftstrafen für zwei ehemalige Angehörige der serbischen Territorialverteidigung in Ostbosnien wegen Kriegsverbrechen angehoben. Goran Savic und Darko Jankovic wurden per Beschluss des Berufungsgerichtes zu drei bzw. 20 Jahren Haft verurteilt. Im Dezember waren in erster Instanz noch Strafen von 18 Monaten und 15 Jahren Haft ausgesprochen worden.

Den verurteilten Serben werden Kriegsverbrechen in der Region der ostbosnischen Stadt Zvornik zu Beginn des Bosnien-Krieges im Jahr 1992 angelastet. Unter anderem geht es um Folter an muslimischen Gefangenen, die auf einem Landgut und in einem Kulturheim außerhalb der Stadt festgehalten worden waren. Jankovic hatte sich auch des Mordes an mindestens neun Personen schuldig gemacht. (APA)

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