Die Rückkehr des Tommy S.: ohne Groll und mit viel Erfolg

2005 war Tommy Samuelsson den HCI-Bossen nicht gut genug. Heute, 17.30, macht er sich mit Wien als Spitzenreiter vorstellig.

Von Max Ischia

Innsbruck –Um die – vorsichtig formuliert – triste Gegenwart ein wenig besser einordnen zu können, lohnt sich durchaus ein Blick in die nicht ganz erfolglose Vergangenheit. Siebeneinhalb Jahre ist es her, als sich der HC Innsbruck von seinem damaligen schwedischen Trainer Tommy Samuelsson trennte. Übrigens nachdem man in der Halbfinal-Play-off-Serie denkbar knapp mit 2:3 an Rekordmeister KAC gescheitert war.

Zu ruhig, zu leise, zu besonnen war Samuelsson den HCI-Verantwortlichen gewesen. Jener Samuelsson, der als Spieler dreimal WM-Silber und zweimal Olympia-Bronze geholt hatte. Jener Samuelsson, der nach Innsbruck in seine Heimat zurückkehrte und als Assistenztrainer des schwedischen Eishockey-Teams 2006 Olympia-Gold in Turin holte. Jener Samuelsson, der im selben Jahr mit dem Skelleftea AIK den Aufstieg in die höchste Spielklasse (Elitserien) fixierte und 2009 und 2011 mit seinem Heimatverein Färjestad zweimal Meister wurde. Und jener Samuelsson, der heute mit den Vienna Capitals als EBEL-Spitzenreiter nach Innsbruck zurückkehrt.

Er tut dies ohne Groll, wie der schwedische Sir im TT-Gespräch versicherte, auch wenn er seinen einstigen Innsbruck-Abschied aus der Zeitung erfahren hatte. „So ist das im Sportlerleben. Ich hatte dennoch eine tolle Zeit.“ Der 52-Jährige dachte erst gar nicht daran, Schmutzwäsche zu waschen. Vielmehr freute er sich, „dass ein Traditionsklub wie Innsbruck wieder in der Bundesliga mitspielt“.

Während die Wiener mit dem Hochgefühl eines 5:4-Heimsieges gegen Villach anreisen, galt es im Haie-Lager erst einmal, die 2:8-Packung in Linz zu verdauen. So wie den hartnäckigen Virus, der gleich sieben Innsbrucker lahmgelegt hatte. Erst heute wird sich entscheiden, wer von den maroden Mannen wieder einsatzfähig sein wird. Will man gegen den Tabellenführer nur einigermaßen bestehen, braucht es eine deutliche Steigerung in allen Mannschaftsteilen. „Vor allem in der Rückwärtsbewegung machen wir viel zu viele schwere Patzer“, stellte Florian Stern treffend fest.

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