Iran baut ein Netzwerk von Milizen in Syrien auf

Der Iran und die mit ihm verbündete schiitische Hisbollah aus dem Libanon bauen nach einem Bericht der „Washington Post“ ein Netzwerk von Milizen in Syrien auf. Damit wollen sie ihre Interessen im Falle eines Sturzes des Regimes von Präsident Assad schützen, schrieb die Zeitung am Sonntag unter Berufung auf amerikanische und arabische Beamte.

Die Milizen würden die Rebellen zur Zeit gemeinsam mit syrischen Regierungstruppen bekämpfen, um Assad die Macht zu sichern. Das langfristige Ziel sei es, verlässliche Verbündete zu haben, falls Syrien in ethnische und an Glaubensrichtungen orientierte Landesteile zerfallen sollte, so die „Washington Post“.

Ein hoher Beamter der Regierung von US-Präsident Obama zitierte iranische Behauptungen, nach denen Teheran 50.000 Milizionäre in Syrien habe. Das Mullah-Regime finanziere die Milizen in Syrien großzügig. Ein Auseinanderfallen Syriens ist eine große Sorge der Nachbarstaaten, vor allem weil sich nach etwa zwei Jahren Bürgerkrieg kein militärischer Sieg der Rebellen oder des Assad-Regimes einerseits oder eine diplomatische Lösung andererseits abzeichnet.

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