Der WM-Startschuss für Superstar Hirscher fällt im Teambewerb

Im Nationencup war Österreich zuletzt stets erfolgreich. Nun soll sich die rot-weiß-rote Ski-Dominanz auch in Medaillen niederschlagen.

Schladming - Seit 1990 bereits 23 Mal in Folge haben Österreichs Alpin-Skifahrer im Weltcup die Nationenwertung für sich entschieden. Am Dienstag muss Rot-Weiß-Rot im Rahmen der Heim-WM beweisen, dass der aktuelle Medaillenspiegel in Schladming „lügt“ und der ÖSV die beste Mannschaft der Welt stellt. Im Teambewerb soll das Sextett Marcel Hirscher, Philipp Schörghofer, Marcel Mathis, Michaela Kirchgasser, Nicole Hosp und Carmen Thalmann für Goldjubel unter Flutlicht sorgen.

„Wahrscheinlich ist das für uns fürs Image der wichtigste Bewerb. Wenn wir den verlieren, dann haben wir verloren“, fand Damen-Cheftrainer Herbert Mandl klare Worte.“Wir haben für diesen spannenden und attraktiven Bewerb das beste Team aufgestellt“, meinte Sportdirektor Hans Pum. Deshalb greift auch Österreichs Superstar Hirscher ab 17.00 Uhr in die WM ein, wenn es „Mann gegen Mann“ und „Frau gegen Frau“ heißt. Als schärfte Rivalen der Österreicher werden Titelverteidiger Frankreich, Italien, Deutschland, USA und Schweden gehandelt.

„Ich freue mich total auf den Teambewerb“, sagte Hirscher vor seinem ersten Auftritt in Schladming. „Dieses Rennen ist genauso wichtig wie der Riesentorlauf und der Slalom. Eine Teammedaille zählt genau so viel wie eine Einzelmedaille. Das ist ja zum Beispiel im Skispringen auch so“, stellte der 23-Jährige klar. Den Salzburger ärgert, dass die Wertigkeit dieses WM-Bewerbs mancherorts infrage gestellt wird.

Im Gegensatz zu Hirscher meinte Schörghofer, dass eine Einzelmedaille für ihn persönlich mehr Wert hat. „Aber deshalb nehmen wir den Bewerb sicher nicht auf die leichte Schulter, es geht immerhin um eine WM-Medaille“, sagte der Salzburger. „Super, dass Marcel dabei ist“, meinte Hirschers Namensvetter Mathis, der versprach: „Alle werden sich reinhängen und alles für Österreich geben.“

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„Wir haben ein saugutes Team“, stellte Herren-Chefcoach Mathias Berthold fest. Seine „Jungs“ haben in Schäffern mit zwei Skicross-Coaches eine Extraeinheit für den Start eingelegt. Schließlich hat sich bei den Teambewerben und Parallel-Events in den meisten Fällen der Start als alles entscheidendes Kriterium herausgestellt.

„Das ist ganz sicher keine g‘mahte Wiesn“, erklärte Nicole Hosp, die Bronzemedaillengewinnerin der Super-Kombination. Aber das wissen die Österreicher ohnehin aus eigener Erfahrung. Bisher fanden drei WM-Teambewerbe statt. 2007 durften die Österreicher über Gold jubeln, beim Debüt 2005 hinter Deutschland sowie zuletzt 2011 hinter Frankreich musste man sich aber „nur“ mit Silber begnügen.

„Ich bin eine echte Teamplayerin, deswegen ist dieser Bewerb ein Superding für mich. Ich freue mich sehr, ein Teil sein zu dürfen“, erklärte Thalmann, die in ihrer Jugend als Fußballerin in Spittal an der Drau aktiv war. Kirchgasser war immer schon einer der größten Fans der Teamevents. „Ich bin sehr sozial, dafür bin ich bekannt. Mir taugen diese Mannschaftsbewerbe irrsinnig“, berichtete die Salzburgerin.

Auch Deutschland schickt eine Startruppe ins Rennen, Maria Höfl-Reisch wird genauso wie Felix Neureuther mit von der Partie sein. Neureuther freute sich auf das womöglich schon erste WM-Duell mit Hirscher. „Wenn man gegen einen aus Brasilien fährt, wird man nicht das Risiko nehmen, wie wenn man gegen einen Hirscher fährt. Je größer der Name, umso mehr muss man pushen“, sagte Neureuther, der auch im Riesentorlauf am Freitag und im Slalom am Sonntag zu den schärfsten Hirscher-Herausforderern zählt. (APA)


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