St. Johanner Ortskern soll aufgemöbelt werden

Die Gemeinde schreibt einen Gestaltungswettbewerb aus, um die Attraktivität zu steigern. Aufgegriffen wird die Verkehrsproblematik.

Von Verena Hofer

St. Johann i. T. –Schnell, schneller, am schnellsten. Bei der Gemeinderatssitzung im Dezember wurde in St. Johann der Wirtschaftsausschuss gegründet und kürzlich bereits das erste Thema im Gemeinde­rat vorgestellt. Dabei steht der Ortskern im Mittelpunkt.

Obmann Hubert Almberge­r (ÖVP) erklärt, dass der Ortskern attraktiver werden muss. Dazu sollen neue Impulse folgen, damit dort auch mehr Zeit verbracht und die Lebensqualität gesteigert wird. Als Ziel wird ein Platz mit Alleinstellungsmerkmal genannt. In Zusammenarbeit mit der Dorferneuerung findet die Ausschreibung eines Gestaltungswettbewerbs statt. Ein wichtiges Thema wird dabei die örtliche Fußgängerzone sein: Das abrupte Ende sowie die Unterscheidung zwischen Zentrum und Zentrumsschluss sollen von Städteplanern analysiert werden. Bereits in diesem Monat will sich der Ausschuss mit den derzeitigen Grundlagen und den Rahmenbedingungen befassen.

Kritik wurde von Peter Wallner, Soziale Liste (Soli), geübt: „Es gibt keine Pläne fürs Jugendzentrum, der Citybus fehlt noch immer, und es gibt keine Verkehrslösung – andere Projekte bleiben auf der Strecke und es wird wieder was Neues begonnen.“ Almberger entgegnet, dass die Gemeinde Teil eines Pilotprojekts ist, wobei die bisherige Begleitung kostenlos erfolgte. Eingefädel­t hat das gesamte Projekt das St. Johanner Ortsmarketing. Die Projektkosten für die Studie betragen rund 40.000 Euro, wobei 60 Prozent vom Land Tirol gefördert werden. „16.000 Euro am Anfang passen auch für mich“, erklärt Wallner nach den Ausführungen.

Zusammengearbeitet soll dabei auch mit dem Bau- und Verkehrsausschuss werden, damit eine Neugestaltung gelinge­n kann. Ebenso liegt bereits ein genauer Zeitplan für die weitere Entwicklung vor: Von April bis Juni soll nun alles vorbereitet sein. Die Ausschreibung findet zwischen Juli und September statt. Geht es nach Wunsch des Wirtschaftsausschusses, dann sollen die konkreten Ergebnisse im Okto­ber vorliegen. Für die Umsetzung wird das kommende Jahr 2014 ins Aug­e gefasst.

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Bei der Abstimmung ging eine klare Mehrheit hervor – 18 Mandatare stimmten dem Projekt zu, einer war dagegen.


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