Deutsche Regierung setzt sich für Teilnahme Jafar Panahis ein

Das Werk des iranischen Filmemachers wird am Dienstag beim Festival gezeigt.

Panahi, der in seinem Heimatland einem Arbeits- und Ausreiseverbot unterliegt, durfte nicht zum Festival kommen.
© EPA

Berlin/Teheran - Die Bundesregierung hat den Iran aufgefordert, dem verfolgten Filmemacher Jafar Panahi die Teilnahme an der Premiere seines Films „Geschlossener Vorhang“ bei der Berlinale zu ermöglichen. „Wir appellieren an die iranische Regierung, Jafar Panahi ausreisen zu lassen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. „Die Filmfestspiele sind ein friedliches und tolerantes Zusammentreffen von Filmschaffenden und Filmliebhabern aus aller Welt. Da sollte niemand zurückgehalten werden.“

Der Film soll am morgigen Dienstag bei den Berliner Filmfestspielen gezeigt werden. Panahi, der sich offen zur Opposition im Iran bekennt, hat in seiner Heimat Arbeitsverbot. Er gewann bereits 2006 für „Offside“ einen Silbernen Bären. Vor zwei Jahren war der Iraner Mitglied der Berlinale-Jury, durfte aber nicht nach Berlin reisen. (APA/dpa)

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