Leitstelle will zukünftig kostendeckend arbeiten

Die Verantwortlichen zogen eine positive Bilanz über das abgelaufene Jahr. Zwar funktioniere nicht immer alles gut, aber in Summe seien Patienten und Mitarbeiter zufrieden, lautete der Tenor auf einer Pressekonferenz.

Innsbruck – Die Zentralisierung der Leitstelle Tirol fand im Vorjahr mit der Anbindung der Bezirksstellen Osttirol und Schwaz ein Ende. „In Tirol hatten wir den Mut alle Organisationen zu bündeln. Wenn man den Einsatz des Geldes sieht, hat man jetzt optimale Voraussetzungen“, betonte LH-Stellvertreter Anton Steixner am Montag bei einer Pressekonferenz.

Im Jahr 2011 musste das Land noch knapp drei Millionen Euro an Subventionen bezahlen. 2012 waren es mit einer Million Euro bereits weniger Förderungen. Für heuer hat die Leitstelle ein Gesamtbudget von 5,5 Millionen – davon bezahlt das Land „nur noch 800.000 Euro“, erklärte Geschäftsführer Martin Eberharter und ergänzt: „Unser Finanzziel ist es, mittelfristig kostendeckend ausgeglichen zu sein. Und das ist in greifbarer Nähe.“

Die Kosten für die eigene Leitstelle in Osttirol stünden noch nicht fest, wie berichtet behält der Bezirk Lienz als einziger seine eigene Leitstelle. Eberharter: „Wir sind auf Standortsuche. Zurzeit wird Osttirol von Innsbruck aus mitversorgt.“ Im Jahr 2013 dokumentierte die Leitstelle Tirol knapp 340.000 Einsätze.

Der eisnatzreichste Tag war am 22. August 2012. Zu den besonderen Einsätzen zählte der zweite Geschäftsführer Gernot Vergeiner einen Einsatz im Grenzort Martina. Bei einem Felssturz am 4. April 2012 wurde ein Bus auseinandergerissen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sei „intensiv gewesen. Bei einer Nachbesprechung sind wir auf Probleme mit der Kommunikation gekommen, denn wir hatten keine Funkverbindung in die Schweiz“, betonte Vergeiner, der aber nicht daran glaubt das Problem rasch beheben zu können.

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An sich funktioniere die Arbeit der zentralisierten Leitstelle sehr zur Zufriedenheit aller. „Beim Krankentransport sind wir immer wieder mit Kritik und Unverständnis konfrontiert. Unsere Mitarbeiter machen jeden Tag das bestmögliche“, erklärte der Geschäftsführer. Über 150.000 Einsätze müssten beim Krankentransport abgewickelt werden, „da kann es zu Wartezeiten kommen“, appellierte Vergeiner an Patienten auch Geduld zu haben. Das Notfall-App der Leitstelle Tirol werde auch sehr gut angenommen, betonten die Verantwortlichen am Montag. (saku)


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