Es kommt auf die Länge an

Landeck sagt erneut „Nein“ zum Starkenberger Panoramaweg. Für das europäische Gütesiegel braucht es aber 50 Kilometer.

Von Matthias Reichle

Landeck –50 Kilometer – so lang muss ein Wanderweg sein, um das europäischen Gütesiegel „Leading Quality Trails – Best of Europe“ zu erhalten. „Der neue Lechweg ist der Prototyp für diese Auszeichnung“, betont der Obmann des Tourismusverband Imst, Harald Bauer. Seit Längerem verfolgt er eine eigene Idee: den Starkenberger Panoramaweg. Das Projekt soll auf der Strecke vom Fernpass nach Schloss Landeck sieben Gemeinden und mehrere Burgen verbinden. Highlight des 1,2 Mio. Euro teuren Wander-Eldorados ist eine Hängebrücke bei Imsterberg.

Kürzlich erteilte der Land­ecker Stadtrat dem Panoramaweg zum zweiten Mal eine Absage. Es geht um eine Kostenbeteiligung für das Landecker Teilstück. „Der TVB ist erneut an uns herangetreten und hat die Werbetrommel gerührt“, berichtet Vizebürgermeister Herbert Mayer. Abgelehnt wurde „aufgrund der finanziellen Lage der Stadt“. Eine Beteiligung am Projekt würde drei Jahresraten zu je 23.000 Euro kosten – dieser Betrag ist zwar für jede der beteiligten Gemeinden gleich. „Für das bisschen, das wir am Weg haben, ist das aber viel Geld“, so Mayer.

Ohne das Teilstück nach Schloss Landeck hat der Weg zwar Marathonlänge, aber keine 50 Kilometer. Bauer reagiert auf die Ablehnung vorerst einmal abwartend. Auch Zams hat noch nicht endgültig über seine Beteiligung entschieden. Ist das geschehen, wird man sich mit allen Dorfchefs an einen Tisch setzen und beschließen, ob der Panoramaweg bei der Kronburg endet oder ob man ihn trotzdem bis Schloss Landeck führt. Das europäische Gütesiegel muss nicht „auf Biegen und Brechen“ sein. Es gibt andere Qualitätsauszeichnungen, sagt der TVB-Chef.

In Zams hat man sein „Ja“ zum Weg zuletzt an die Beteiligung der Landecker geknüpft, erinnert BM Siggi Geiger. Man wird aber ein weiteres Mal darüber diskutieren. „Die Grundidee eines Burgenwanderwegs ist nicht schlecht“, betont er. Von Landeck könnte man ihn ins Obergricht fortsetzen – über Schloss Bidenegg und Schloss Berneck nach Serfaus und weiter nach Nauders.

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