Erster Schrei der Außerferner ertönt im Bezirkskrankenhaus

Zusammenarbeit von Geburtshilfestation und Kinderabteilung macht Betreuung von Frühgeborenen ab Woche 32 auch im Bezirk möglich.

Von Simone Tschol

Ehenbichl –Sich gut aufgehoben wissen – das ist für viele werdende Mütter ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Krankenhauses. Schließlich ist eine Geburt ein großes, wichtiges und aufregendes Erlebnis, das gut geplant sein will.

Das Bezirkskrankenhaus Reutte genießt diesbezüglich seit vielen Jahren einen ausgezeichneten Ruf – auch über die Grenzen des Bezirkes hinaus. Für die leitende Hebamme, Inge Kleinhans, liegen die Gründe klar auf der Hand. „Wir legen großen Wert auf die individuelle Betreuung unserer Patientinnen. Wir Hebammen nehmen uns viel Zeit für die werdende Mutter“, sagt Kleinhans im Kreißzimmer des BKH Reutte. Auch den persönlichen Wünschen der Eltern werde Gehör geschenkt. Kleinhans: „Gerne unterstützen wir die Mutter zum Beispiel mit Aromaölen, mit Massagen oder einem beruhigenden Bad – die Geburt soll schließlich ein angenehmes und bleibendes Erlebnis für Mutter und Baby sein.“

Der ärztliche Leiter der Abteilung Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Primar Gerald Pinzger, ist stolz auf seine Mannschaft und lässt Zahlen sprechen. „Dass eine natürliche und fürsorgliche Geburtshilfe innerhalb des Klinikbetriebes möglich ist, spiegelt sich in der Tatsache wider, dass 98 Prozent der werdenden Mütter des Bezirkes Reutte ihre Kinder im BKH Reutte zur Welt bringen.“

297 Babys erblickten im vergangenen Jahr im Außerferner Spital das Licht der Welt. Davon kamen 16 Kinder im Doppelpack. „Die Kaiserschnittrate lag im Vorjahr bei 29 Prozent. Das BKH Reutte liegt damit erneut unter dem österreichischen Durchschnitt von rund 31 Prozent“, merkt Pinzger an.

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Durch die enge Zusammenarbeit mit der Kinderabteilung unter der Leitung von Primar Jörg Franke, der unter anderem an der neonatologischen Abteilung am Großklinikum Großhadern und dem Klinikum Kempten tätig war, sind die Ärzte am BKH Reutte auch in der Lage, kleine Frühgeborene ab der 32. Schwangerschaftswoche zu betreuen. „Bei der schwierigen geografischen Lage mit vielen Staus an den Wochenenden und der weiten Entfernung zur Uniklinik Innsbruck stellt diese Zusammenarbeit für Geburtshelferinnen und Patientinnen eine große Erleichterung dar“, freut sich Pinzger.


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