Post organisierte Ersatzzusteller für Weerberg

Von Angela Dähling...

Von Angela Dähling

Weerberg –„Die Post ist da“, stellte der Weerberger Amtsleiter Albin Schiffmann gestern gegen 14.30 Uhr erleichtert fest. Nach dem TT-Bericht, wonach halb Weerberg eine Woche lang keine Post zugestellt bekam, reagierte das Unternehmen und schickte einen Ersatzausträger in die Inntalgemeinde. „Wir haben ebenfalls heute wieder Post erhalten, aber drei Zusendungen, die sicher an uns geschickt wurden, fehlen“, berichtet Christoph Eder vom Ortsteil Innerberg.

Verärgert reagiert Gemeindeamtsleiter Albin Schiffmann über die Aussage von Post-Pressesprecher Michael Homola in der TT, wonach in Weerberg mangels logischer Hausnummerierung keine ortsfremden Aus­träger als Springer eingesetzt werden könnten. „Wir haben im Jahr 2000 die Hausnummerierung für das ganze Gemeinde­gebiet mit sehr viel Aufwand gemäß den derzeit geltenden landesgesetzlichen Bestimmungen umgestellt“, betont Schiffmann. „Es gibt im ganzen Ort Straßenbezeichnungen mit einer logisch aufeinanderfolgenden Nummerierung – rechts der Straße gerade, links der Straße ungerade Hausnummern“, erklärt der Amtsleiter. Die Gemeinde habe damals sogar mit der Post Rücksprache gehalten. Er räumt aber ein: „Es gibt einige Hausbesitzer, denen unser amtliches Haus­nummernschild zu altmodisch ist, und die dann eine Nummerierung ohne Straßenbezeichnung anbringen.“ Das sei möglicherweise ein Problem für Ortsunkundige.

Post-Pressesprecher Michael Homola betont indes, die Personaldecke bei der Post sei keinesfalls zu dünn. Man habe sogar einen zusätzlichen Pool an Ersatzkräften aufgebaut. Zudem habe ein Unternehmen, das einen 25-prozentigen Mitarbeiterausfall (wie derzeit bei der Post in Schwaz) ohne Weiteres wegsteckt, auf lange Sicht wohl viel ernstere Probleme.

Laut Homola habe die Post auf die abnehmende Menge an Briefen reagieren müssen. Alles andere wäre fahrlässig, meint Homola.


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