Marco Rubio lässt Amerikas Rechte vom Weißen Haus träumen

Heute hält US-Präsident Barack Obama die Rede zur Lage der Nation. Doch diese Nation wird mit vielleicht noch größerer Spannung auf jenen Ma...

Heute hält US-Präsident Barack Obama die Rede zur Lage der Nation. Doch diese Nation wird mit vielleicht noch größerer Spannung auf jenen Mann schauen, der unmittelbar danach die Antwortrede der Republikaner hält: Marco Rubio, Senator aus Florida. Der 41-jährige Sohn von Exilkubanern gilt als Hoffnungsträger der amerikanischen Konservativen und als möglicher Präsidentschaftskandidat für das Jahr 2016. Wenn er heute die vielleicht wichtigste Rede seiner bisherigen Karriere hält, werden Freund und Feind darauf schauen, ob der Senator präsidentiell wirkt, ob er sein berühmtes Charisma über das Fernsehen wirken lassen kann, ob er es schafft, feurig und zugleich staatstragend zu wirken.

Für Rubio sprechen neben seinem Aussehen und seiner gewinnenden Art vor allem zwei Umstände: Erstens gilt er dank ausgesprochen konservativer Positionen als Liebling des rechten Parteiflügels und „Kronprinz der Tea Party“. Und zweitens hoffen die republikanischen Strategen, mit seiner Hilfe die Hispanics gewinnen zu können. Diese sind die am schnellsten wachsende Wählergruppe und haben zuletzt mit überwältigender Mehrheit für Obama gestimmt. Rubio soll, so war zu hören, einen Teil seiner heutigen Rede auf Spanisch halten, das er fließend spricht.

Rubios Eltern sind 1956 aus Kuba ausgewandert – also noch vor der Revolution. Das hielt ihn nicht davon ab, seine Familie als Opfer von Fidel Castro darzustellen, was bei der exilkubanischen Gemeinde in Florida besser ankommt. Er selbst kam in Miami zur Welt und studierte Jus. Mit Jeanette Dousdebes, einer ehemaligen Cheerleaderin der Miami Dolphins, hat er vier Kinder. (floo)


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