Ölpreise steigen nach erhöhter OPEC-Nachfrage-Prognose

Die Ölpreise erhielten Auftrieb durch die neuste Nachfrageprognose der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC).

London/Wien/New York - Die Ölpreise haben am Dienstag im Zuge einer höheren Nachfrageprognose der OPEC und nach einer Erklärung der führenden Industriestaaten (G-7) zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung kostete 118,36 US-Dollar. Das waren 23 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 49 Cent auf 97,52 Dollar.

Die Ölpreise erhielten Auftrieb durch die neuste Nachfrageprognose der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC). Das Ölkartell hob die Prognose für das laufende Jahr leicht an und rechnet nunmehr mit einer Nachfrage von durchschnittlich 29,8 Millionen Barrel. Das sind 100.000 Barrel oder 0,3 Prozent mehr als in der vorangegangenen Schätzung einen Monat zuvor.

Weiteren Auftrieb für die Ölpreise habe es durch eine gemeinsame Erklärung der G-7-Staaten gegeben, sagte ein Rohstoffexperte. Die weltweit führenden Industriestaaten hatten am Vormittag ein Bekenntnis zu freien Wechselkursen an den Devisenmärkten abgegeben. Ein für die Weltwirtschaft schädlicher Währungskrieg soll verhindert werden. Der Dollar gab daraufhin nach, was den Ölpreisen Auftrieb verlieh. Japan steht in der Kritik, seine Währung bewusst zu schwächen.

Der Preis für OPEC-Rohöl ist zuletzt leicht gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 114,36 US-Dollar. Das waren acht Cent weniger als am Freitag. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (APA/dpa-AFX)


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