Jagende Landesräte regen Opposition auf

Innsbruck – Der Endbericht des Landesrechnungshofes zu den Jagden im Revier des Liftunternehmers Heinz Schultz ruft die Opposition auf den P...

Innsbruck –Der Endbericht des Landesrechnungshofes zu den Jagden im Revier des Liftunternehmers Heinz Schultz ruft die Opposition auf den Plan. Wie berichtet, listet der Bericht 46 Abschüsse auf, die die Ex-VP-Landesräte Konrad Streiter, Anna Hosp und Christian Switak getätigt haben. „Es ist doch mehr als auffällig: Bevor Hosp und Switak Landesräte wurden, wurden sie nie zur Jagd bei Heinz Schultz eingeladen. Und nachdem sie bestellt waren, konnte Hosp neun Abschüsse verbuchen, und Switak 17“, kritisiert der grüne Landtagsabgeordnete Gebi Mair. „Ein Schelm, wer an Zufall glaubt.“

Ein Offenbarungseid sei die Stellungnahme der Landesregierung zum Bericht. LH Günther Platter winde sich nach allen Regeln der Kunst. Er wende sich gegen die „Neugier der Öffentlichkeit“ und befürchte bei Veröffentlichung der Abschüsse Schwierigkeiten für das berufliche Fortkommen der ehemaligen VP-Landesräte. „Die Freundschaft zwischen Platter, Switak und Hosp funktioniert also offenbar noch weiter“, meint Mair.

Die Landesregierung erklärt in dem Bericht, bei einigen Jagden sei die Einladung nicht von Schultz gekommen, sondern von dritter Seite. Mair will wissen, „wer dieser mysteriöse Dritte ist“. „Vielleicht ist diese Einladung noch aufschlussreicher als die direkte Einladung durch Heinz Schultz selbst.“

Auch die FPÖ ist empört. FP-Chef Gerald Hauser fordert „hundertprozentige Sauberkeit“. Kein Landesregierungsmitglied dürfe eine Einladung zu einer kostenlosen Jagd annehmen. „Wenn es einen unmittelbaren Zusammenhang gibt und eine Einladung erfolgt ist, darf man nicht teilnehmen.“ Hosp habe Aufklärungsbedarf, befindet Hauser.

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Hosp ist Mitbegründerin der neuen Liste „vorwärts Tirol“ und damit Mitbewerberin bei den Landtagswahlen im April. Hosp tritt im Außerfern als Spitzenkandidatin für „vorwärts“ an. (aheu)


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