Akki verzweifelt gesucht: Urlauberin bittet um Hilfe

Seit Mitte Dezember bangt eine Familie aus Deutschland um ihren geliebten Vierbeiner. Zuletzt wurde er vor neun Tagen in Wörgl gesehen.

Innsbruck, Berlin –Wo ist Akki? Die Frage nach dem Verbleib ihres geliebten Vierbeiners beschäftigt eine 89-jährige Berlinerin und ihre Familie seit Wochen. Und jedes Mal, wenn dieser Tage das Telefon klingelt, keimt Hoffnung auf, etwas von dem Tier zu hören. Denn der Hund wird von seiner Besitzerin bereits seit dem 19. Dezember schmerzlich vermisst.

An diesem Tag fuhr die 89-Jährige mit dem Zug von Deutschland nach Tirol. Seit Jahren verbringt die Frau ihren Urlaub in Weerberg. Als der Zug in Kufstein hielt, nahm das Unheil seinen Lauf. Die Türen des Waggons öffneten sich, Akki stürmte mit einem Satz aus dem Zug und rannte in Richtung Bahnhof. Bahnmitarbeiter versuchten zwar noch, den Hund aufzuhalten – vergeblich. Alles ging so schnell, dass die geschockte Pensionistin nicht mehr aussteigen konnte und zusehen musste, wie sich der Zug langsam in Bewegung setzte, während ihr Hund in Kufstein blieb.

Die Frau alarmierte Freunde in Weerberg, die nach dem wuscheligen, aber sehr scheuen Hund suchten. Vergeblich. Akki war spurlos verschwunden. Und so musste das Frauchen ohne ihren Hund wieder zurück nach Hause fahren. „Sie hat den Hund, seit er klein ist. Er ist wie ein Kind, ihr Lebensinhalt“, erzählt Corina Dwucet, eine Freundin der Familie, die mittlerweile eine groß angelegte Suche nach dem entlaufenen Vierbeiner organisiert.

Denn die Familie hat die Hoffnung, den Hund wiederzufinden, noch nicht aufgegeben. Mit gutem Grund: Akki wurde gleich mehrfach von Passanten gesehen. Zwei Mal soll der Hund im über 50 Kilometer entfernten Weerberg gesichtet worden sein. Auch am Hechtsee, in Ebbs und zuletzt vor neun Tagen in Wörgl sei er aufgetaucht. „Eine Frau hat ihn dort in der Bahnhofstrasse entdeckt“, erklärt Dwucet. Schmutzig sei Akki gewesen, ansonsten aber wohlauf. Das Problem: Der Hund ist sehr scheu. „Vor Fremden läuft er davon.“

Zuletzt trug Akki ein Halsband ohne Marke und eine kurze, feste Lederleine. Der Hund ist darüber hinaus auch „gechipt“. Dwucet beschreibt das Tier als „sehr, sehr lieb“. Auch die Polizei sei verständigt worden, ebenso wie der Tierschutzverein. „Sein Frauchen konnte ihn nicht festhalten und ist natürlich sehr verzweifelt. Wir hoffen sehr, dass jemand aus der Bevölkerung einen entscheidenden Tipp geben kann.“

Dwucet weiter: „Die Ungewissheit über Akkis Schicksal lässt uns nicht mehr ruhen.“ Wer den Hund gesehen hat, soll sich beim Tierschutzverein Tirol unter 0512/581451 melden. „Wichtig ist uns, dass die Menschen nicht selber versuchen, den Hund zu fangen, sondern nur melden, wenn sie Akki gesehen haben“, sagte die Frau. (mw)


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