Selbstverbrennung eines Arbeitslosen schockt Frankreich

Ein 43-Jähriger hat sich in Nantes auf dem Parkplatz des Arbeitsamtes mit Benzin übergossen und angezündet. Es ist nicht die erste Selbstverbrennung in Frankreich, die die Öffentlichkeit schockiert.

Paris – Aus Protest gegen die Entscheidung seiner Jobvermittler hat sich im westfranzösischen Nantes ein Arbeitsloser mit Benzin übergossen und verbrannt. Der 43-Jährige habe sich am Mittwoch auf dem Parkplatz der örtlichen Behörde angezündet und sei wenig später seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte ein Sprecher des Arbeitsamtes mit. Jobvermittler hätten zuvor entschieden, der Mann habe künftig keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld. Zudem habe er Rückzahlungen leisten sollen.

Im Radiosender France Info bestätigte ein Mitarbeiter der Behörde, der Mann habe die Selbstverbrennung bereits am Vortag angedroht. Er betonte allerdings, es habe Versuche gegeben, dem Mann zu helfen.

Termin abgelehnt

„Wir haben versucht, (...) einen Lösungsweg zu finden“, sagte Jean-Charles Steyger. Dem Mann sei noch am Vorabend ein Termin vorgeschlagen worden, den er allerdings abgelehnt habe.

Die Selbstverbrennung ist nicht die erste in Frankreich. Im vergangenen Jahr tötete sich auf die gleiche Weise in Mantes-la-Jolie bei Paris ein Arbeitsloser. In der nordfranzösischen Kleinstadt Hazebrouck stürzte sich eine Französin brennend auf einen Bürgermeister. Sie starb wenige Tage später an den Verletzungen. (dpa)

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