Papst Benedikts letzter große Gottesdienst zieht die Massen an

Tausende Menschen pilgerten zur wohl letzten großen Zeremonie des 265. Papstes in der Kirchengeschichte.

Vatikanstadt – Riesenandrang bei der vermutlich letzten großen liturgischen Feier mit dem scheidenden Papst: Benedikt XVI. hat am Mittwoch im Petersdom die Aschermittwochs-Liturgie gemeinsam mit den Kardinälen und Bischöfen der Kurie eingeleitet. Da zu dem Gottesdienst mit der Austeilung des Aschekreuzes besonders viele Besucher erwartet wurden, war die Messe von der römischen Kirche Santa Sabina aus Platzgründen in den Petersdom verlegt worden.

Schon Stunden vor dem Beginn der Aschermittwochs-Liturgie reichte die Schlange der Wartenden einmal um den Petersplatz. Tausende Gläubige, Pilger und Touristen wollten dabei sein, wenn der deutsche Papst noch einmal im Dom eine Feier leitet. Am Vormittag hatte er vor Tausenden eine Generalaudienz abgehalten.

Erneuerung und Bekehrung

Bei der Aschermittwochsliturgie, seinem letzten großen Gottesdienst vor dem Rücktritt, hat Papst Benedikt XVI. die Gläubigen in der Fastenzeit zu Erneuerung und Bekehrung aufgerufen. Die Fastenzeit diene gerade dazu, die Haltungen und konkreten Handlungen zu erneuern.

„Heute sind viele bereit, sich die, Kleider zu zerreißen angesichts von Skandalen und Ungerechtigkeiten – die natürlich von anderen begangen worden sind –, aber wenige nur scheinen bereit, am eigenen Herzen zu arbeiten, am eigenen Gewissen und an den eigenen Intentionen, und dabei dem Herrn die Wandlung, Erneuerung und Bekehrung zu überlassen“, sagte der Heilige Vater.

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„Die Sünde gegen die Einheit der Kirche“

Es sei wichtig, sich dessen zu besinnen und dies in dieser Fastenzeit zu leben: Jeder müsse sich bewusst sein, dass der Weg der Buße nicht alleine bewältigt werden könne, sondern gemeinsam mit den vielen Brüdern und Schwestern in der Kirche, so der Papst.

„Ich denke besonders an die Sünden gegen die Einheit der Kirche, an die Spaltungen im Leib der Kirche. Die Fastenzeit in einer intensiveren und sichtbareren kirchlichen Gemeinschaft zu leben, und die Individualismen und Rivalitäten zu überwinden, ist ein demütiges und kostbares Zeugnis für jene, die dem Glauben fern stehen oder gleichgültig sind“, erklärte der Heilige Vater. (tt.com, APA, dpa)


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