Französin Worley rast zu Gold, Fenninger rettet Bronze-Medaille

Mit einer wahren Macht-Demonstration raste Tessa Worley am Donnerstag zu Riesentorlauf-Gold. Anna Fenninger landete hinter Tina Maze auf dem Bronze-Rang. Kathrin Zettel fiel als Halbzeit-Zweite auf den undankbaren vierten Platz zurück.

Aus Schladming: Günter Almberger

Schladming - Die Sonne lachte am Donnerstag bei Kaiserwetter über Schladming. Und mit ihr Anna Fenninger! Die Salzburgerin kann nach einer bisher verpatzten WM doch noch über eine Medaille jubeln. Die 23-Jährige eroberte im Riesentorlauf Bronze, Gold krallte sich die Französin Tessa Worley vor der Slowenin Tina Maze.

„Das war eine extrem schwierige WM für mich. Ich habe nicht mehr daran geglaubt. In den Trainings habe ich immer bewiesen, dass ich schnell sein kann. Heute hatte ich einfach nur Spaß!“, zeigte sich Fenninger überglücklich.

Bereits nach dem ersten Lauf lag Fenninger auf Medaillen-Kurs. Die rot-weiß-rote Mitfavoriten lag hinter Worley und Kathrin Zettel auf Rang drei. In der Entscheidung hatte sie gegen die Halbzeitvierte Maze zwar knapp das Nachsehen (+ 0,06 Sekunden), konnte aber Teamkollegin Zettel hinter sich lassen. Die Niederösterreicherin musste nach Platz fünf in der Super-Kombi heute mit Rang vier vorlieb nehmen. „Der vierte Platz ist der undankbarste. Ich habe leider keinen guten zweiten Lauf erwischt, im unteren Teil bin ich zu weite Wege gefahren“, war Zettel sichtlich enttäuscht.

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In einer anderen Liga fuhr am Donnerstag Worley. Die Französin knallte zwei Mal Laufbestzeit in den Schnee und hatte am Ende über eine Sekunde Vorsprung auf die Silberne Maze. „Es ist unglaublich! Es war wirklich hart heute. Ein Traum ist für mich wahr geworden. In Österreich zu gewinnen, speziell hier in Schladming, ist etwas Besonderes. Das Publikum ist so sensationell. Und es ist nicht irgendein Rennen, es ist die Weltmeisterschaft!“, konnte es Worley kaum fassen.

Alles andere als nach Wunsch verlief die vorletzte WM-Entscheidung der Damen für Elisabeth Görgl und Michaela Kirchgasser. Das ÖSV-Duo, das sich erst am Mittwoch gegen die Tirolerin Stefanie Köhle in der internen Quali auf der Reiteralm die Tickets sicherte, blieb weiter hinter den Erwartungen. Während Görgl nach zwei verpatzten Läufen abgeschlagen auf Rang 23 landete, schied Team-Weltmeisterin Kirchgasser bereits im ersten Lauf nach mehreren Fehlern kurz vor dem Ziel aus. „Ich habe meine Material-Einstellung nach dem ersten Lauf geändert. Es ging einfach nicht locker von der Hand wie es sein soll. Das spiegelt sich dann in der Zeit auch wider“, zeigte sich Görgl enttäuscht.

Nach dem verpatzten WM-Auftakt aus österreichischer Sicht hat das ÖSV-Team nun schon vier Medaillen auf der Haben-Seite. Jetzt lacht nicht nur die Sonne, sondern auch die ÖSV-Verantwortlichen wieder.

WM-Riesentorlauf der Damen, Endstand

1. Tessa Worley FRA 2:08,06

2. Tina Maze SLO 2:09,18

3. Anna Fenninger AUT 2:09,24

4. Kathrin Zettel AUT 2:09,60

5. Frida Hansdotter SWE 2:10,34

6. Mikaela Shiffrin USA 2:10,36

7. Lara Gut SUI 2:10,44

8. Marie-Michele Gagnon CAN 2:10,69

9. Maria Höfl-Riesch GER 2:11,08

10. Ana Drev SLO 2:11,21

23. Elisabeth Görgl AUT 2:13,25

ausgeschieden u.a.: Sara Hector SWE, Michaela Kirchgasser AUT, Dominique Gisin SUI, Anemone Marmottan FRA, Nadia Fanchini ITA, Mikaela Tommy CAN


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