Alte und junge Eisen neu geschmiedet

Von Renate Schnegg...

Von Renate Schnegg

Imst –„AKIworks“ – die gemeinnützige Personalvermittlung für die Bezirke Imst und Landeck – feierte gestern in der Imster Kramergasse den 1. Geburtstag. AKIworks‘ Vertragspartner sind Land, AMS sowie Arbeitsmarktförderung Tirol, gefördert durch den Europäischen Sozialfonds.

Während in den AKIworksStandorten in Innsbruck und Wörgl nur Bezieher der bedarfsorientierten Mindestsicherung (ehemals Sozialhilfe, Anm.) in den Genuss dieser Unterstützung kommen, „werden in Imst und Landeck auch schwer Vermittelbare betreut“, erklärte AKIworks-Geschäftsführer Hannes Riedl. Allesamt müssen beim AMS vorgemerkt sein.

Die größten Schwierigkeiten, die Menschen beim Wiedereintritt in den Arbeitsmarkt haben, sind laut Riedl Gesundheit, Schulden, Wohnen, Kinderbetreuung, „und zunehmend sprachliche Schwierigkeiten“, zählte Riedl auf. Deshalb werde derzeit niemand ohne Deutschkurs vermittelt.

Und AKIworks kann mit seiner Arbeit zufrieden sein: Im ersten Jahr wurden 37 Personen aus dem Oberland betreut, knapp 43 Prozent konnten in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. LHStv. Gerhard Reheis wies in seiner Ansprache auf die Wichtigkeit der Mindestsicherung hin, denn „20.000 junge Tiroler sind derzeit armutsgefährdet, 100.000 Tiroler leben an der Armutsgrenze“. Deshalb sei die Arbeit von AKIworks wichtig, „als Hilfe zur Selbsthilfe durch Integration und den Weg zurück ins Arbeitsleben“.

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

AMS-Tirol-Chef Anton Kern lobte AKIworks Imst als „kleine Erfolgsstory. Von den tirolweit 778 betreuten Personen schafften 44 Prozent den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt, nur 19 davon hatten Anschlussförderungen nötig“, so Kern. AKIwork-Obmann Gerhard Schneider wies darauf hin, „dass in der Personalwirtschaft Frauen ab 35, Männer ab 40 Jahren zum alten Eisen gehören“. Man habe die „Initiative 40“ gegründet, sei mit AKIfair dann dem Wunsch des AMS, nicht nur älteren Arbeitslose zu helfen, nachgekommen: „Vermittlungsquote 51 Prozent, doppelt so hoch wie in Wien.“ Mit der Job-Chance werden Langzeitarbeitslose fit gemacht, „Vermittlungsquote: mehr als 70 Prozent. Solche Erfolge sind ohne Netzwerkpartner nicht möglich“, so Schneider.


Kommentieren