Erster Schritt vorwärts im Verkehrschaos in Mayrhofen

Der Gemeinderat beschloss einstimmig sechs Tage lang probeweise die Hauptstraße zur Fußgängerzone zu machen. Los geht‘s Sonntag.

Von Angela Dähling

Mayrhofen –Genug theoretische Berechnungen auf Papier – die Gemeinderäte in Mayrhofen machen jetzt den Praxistest. Beginnend mit diesem Sonntag, den 17. Februar, wird die obere Hauptstraße (Rieser-Malzer-Kreuzung bis Amor) bis einschließlich Freitag, den 22. Februar, probeweise zur Fußgängerzone erklärt. Und zwar täglich von 15 bis 18 Uhr – also dann, wenn erfahrungsgemäß massenweise Wintersportler mit der Penkenbahn zurück ins Ortszentrum transportiert werden. „Nur die Skibusse dürfen in die obere Hauptstraße einfahren. Es gibt auch für Anrainer in der Probewoche keine Ausnahmegenehmigungen. Lediglich Rettung und anreisende Gäste dürfen gegen Vorlage der Reservierungsbestätigung durch“, erklärt Hansjörg Moigg, Obmann des Verkehrsausschusses.

Im Gegenzug werden die gebührenpflichtigen Parkplätze Mitte und beim Scotland Yard Pub in dieser Zeit zur Gratis-Parkzone. Der Beschluss der probeweisen Fußgängerzone fiel einstimmig im Gemeinderat. „Es musste jetzt endlich mal was passieren“, erklärt Gemeinderätin Bernadette Geisler. Wie mehrfach berichtet, liegt in Mayrhofen noch immer kein Verkehrskonzept vor, das aber für eine geplante Kapazitätserhöhung der Penkenbahn nötig ist.

Bereits im Laufen sind seit Kurzem Verkehrszählungen in Mayrhofen. Auch die Fußgängerströme werden unter die Lupe genommen. „Denn nicht jeder Skifahrer fährt gleich in seine Unterkunft. Viele bleiben noch stundenlang in Après-Ski-Lokalen“, meint Moigg. Die Erfahrungen, die aus der probeweisen Fußgängerzone gewonnen werden, sollen auch zum Thema bei der Ende Februar stattfindenden Aufsichtsratssitzung der Bergbahn werden.

Für die Liste „Franz Eberharter“ steht laut Bernadette Geisler bereits jetzt fest, dass sie eine Kapazitätserhöhung der Penkenbahn ohne Entlastung der Hauptstraße nicht verantworten könne. Die Dornaustraße hinter der Penkenbahn-Talstation als Entlastung zu nutzen, scheiterte bisher am Baubezirksamt.


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