Wettskandal: Bundesliga-Chef Pangl kritisiert Europol

Der Bundesliga-Vorstand will konkrete Beweise, die Enthüllungen der Vorwoche seien größtenteils ein „alter Hut“.

Schladming - Liga-Vorstand Georg Pangl hat anlässlich der Frühjahrsstart-Pressekonferenz der Bundesliga am Donnerstag in Schladming Kritik an Europol geübt. Die europäische Polizeibehörde hatte am 4. Februar für Aufsehen gesorgt, als sie die Öffentlichkeit von über 380 manipulierten Spielen informierte.

Konkrete Details veröffentlichte Europol allerdings nicht - sehr zum Ärger von Pangl. „Der größte Teil dieser Enthüllungen ist ein alter Hut, wurde in vielen Ländern schon abgearbeitet und jetzt als Riesen-Wettskandal präsentiert.“

Der Burgenländer wünscht sich mehr Informationen von Europol. „Wenn es Beweise gibt, dann will ich die so schnell wie möglich haben. Erst dann kann die Bundesliga aktiv werden. Derzeit gibt es für uns keine neuen Erkenntnisse, die uns irgendwie weiterhelfen“, meinte Pangl und legte nach: „Europol sollte etwas strukturierter und durchdachter vorgehen und beachten, dass Europa nicht Asien ist.“

Außerdem sprach Pangl zwei Tage vor den ersten Meisterschafts-Partien in diesem Jahr von einer positiven Entwicklung, in der sich die Bundesliga befinde, und hob die relativ geringe Legionärsanzahl hervor. „Als ich 2004 begonnen habe, waren es 99 Legionäre, jetzt sind wir bei 50, so wenig wie noch nie“, erzählte der 47-Jährige. (APA)

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