Rätsel nach 101 Jahren gelöst

Innsbruck – Vor 101 Jahren hat Victor Franz Hess sie entdeckt, woher sie kommt, blieb jedoch lange ein Rätsel: die kosmische Strahlung. Zwar...

Innsbruck –Vor 101 Jahren hat Victor Franz Hess sie entdeckt, woher sie kommt, blieb jedoch lange ein Rätsel: die kosmische Strahlung. Zwar ist inzwischen klar, dass die meisten energieärmeren Teilchen von der Sonne stammen, bei den hochenergetischen jedoch konnte bislang nur vermutet werden, dass sie von Explosionen massereicher Sterne herrühren – indem die Protonen durch die Supernova-Schockwelle beschleunigt werden. Das Problem: Die Herkunft von Protonen kann nicht direkt bestimmt werden, da ihre Richtung durch intergalaktische Magnetfelder ständig verändert wird. Jetzt gelang es Forschern, darunter der Innsbrucker Astrophysiker Olaf Reimer, einen eindeutigen Nachweis für die Quelle der Strahlung zu bekommen. Wenn energiereiche Protonen wechselwirken, setzen sie über zerfallende neutrale Pionen Gammastrahlung frei, die eine ganz charakteristische Signatur im Spektrum aufweist – „pion-bump“ genannt. Und genau diese Signatur wurde jetzt erstmals von Reimer und Kollegen mit Hilfe des Fermi-Gammastrahlenteleskops in den Überresten zweier Supernovä entdeckt. (sta)

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Kommentieren


Schlagworte