Moskauer Ballettchef wird „aller Voraussicht nach“ nicht blind

Den Ärzten im Universitätsklinikum Aachen sei es gelungen, die Augenoberfläche des linken Auges in großen Teilen zu rekonstruieren.

Aachen - Der russische Ballettchef Sergej Filin wird nach Angaben seiner Ärzte nach dem Säureanschlag wohl wieder eingeschränkt sehen können. Den Ärzten im Universitätsklinikum Aachen sei es gelungen, die Augenoberfläche des linken Auges in großen Teilen zu rekonstruieren. „Herr Filin wird aller Voraussicht nach nicht erblinden“, stellte der Direktor der Augenklinik, Professor Peter Walter, am Donnerstag in einer Mitteilung des Aachener Klinikums fest. Die Verletzungen seien sehr ernsthaft gewesen.

Filin, der Ballettchef im weltbekannten Moskauer Bolschoi Theater, war vor rund einem Monat Opfer eines Säureanschlags geworden. Bevor er nach Aachen kam, war er in einem Moskauer Krankenhaus behandelt worden.

Nach einem mehrstündigen operativen Eingriff habe das linke Auge ein „nutzbares Sehvermögen“. Damit könne er sich im Alltag wieder zurechtfinden, sagte ein Sprecher. Dieses Auge sei auf dem Wege der Besserung. „Herr Filin wird also schon morgen wieder mit einer verbesserten Sehschärfe sehen können“, stellte der Leitende Oberarzt Martin Hermel fest. Für das rechte Auge sei keine Prognose möglich. Jetzt stünden weitere Maßnahmen im Rahmen einer langfristigen Behandlung an. Von der Verätzung waren nach Angaben der Ärzte tiefe Bestandteile beider Augen betroffen. (APA/dpa)

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