Letzter Feinschliff für betreutes Wohnen

Es wird geprüft, ob der Sozial- und Gesundheitssprengel sowie der Kindergarten Urichstraße ins neue Haus übersiedeln.

Von Matthias Reichle

Landeck –Seit 2011 arbeitet die Stadtgemeinde Landeck am Projekt „Betreutes Wohnen“. Die Neue Heimat Tirol wurde mit einer Studie zum Thema beauftragt. Vor einem halben Jahr hat sie diese im Rathaus präsentiert. Seither ist es nach außen hin ruhig geworden.

„Nach dem Tod von Bertl Stenico haben die Vizebürgermeister Manfred Jenewein und Herbert Mayer aber bekräftigt, dass sie am Plan festhalten“, bestätigt NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner auf TT-Anfrage. „Von unserer Seite gibt es keine Hemmnisse. Die Gemeinde gibt den Takt vor“, betont er.

Beim Bezirkstag von LHStv. Gerhard Reheis war betreutes Wohnen erneut ein Thema. Gemeinsam mit Vizebürgermeister Manfred Jenewein stellte er den aktuellen Stand der Planungen vor und bekräftigte den Bedarf nach einem Wohnbau mit altengerechten Unterkünften:„20 Personen, die derzeit im Altenheim untergebracht sind, könnten sofort ins betreute Wohnen übersiedeln“, betonte er.

Das Projekt richtet sich in erster Linie an ältere Menschen, die es daheim nicht mehr allein schaffen, die aber grundsätzlich noch rüstig sind. Für sie will die Neue Heimat Tirol 20–25 kleine, behindertengerechte Wohneinheiten direkt beim Pflegeheim bauen. Dort ergeben sich Synergieeffekte.

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Unter dem Park soll eine Tiefgarage errichtet werden. Außerdem wird überlegt, den Sozial- und Gesundheitssprengel sowie den Kindergarten Urichstraße im Gebäude unterzubringen. Im Fall des Kindergartens ist das aber nur eine der Optionen, auch eine Übersiedlung in die VS Angedair bzw. eine Sanierung am jetzigen Standort stehe im Raum.

Jenewein wünscht sich zudem, dass es im Bau eine Form der Betreuung gibt. Zum Beispiel durch einen Alltagsmanager bzw. Kümmerer. Das Land will diese Einrichtung künftig zur Hälfte fördern, kündigt er an.

Derzeit sind nun die Planer damit beschäftigt, die Änderungen beim betreuten Wohnen in ihr Konzept einzuarbeiten, erläutert auch Vizebürgermeister und Wohnungsreferent Herbert Mayer. In der kommenden Woche gibt es ein Treffen mit dem Architekten. Derzeit fehlt noch eine Kostenaufstellung, betont er. Der springende Punkt ist, wie teuer die Mietwohnungen sein werden.

Auch der Baustart ist noch nicht fixiert: Wenn geprüft ist, ob der Kindergarten ins Gebäude übersiedelt, werde es schnell gehen, betont Jenewein. Auch Mayer glaubt, dass man im nächsten Halbjahr zu einer Entscheidung findet.

Kein Problem ist, dass im aktuellen Pflegestrukturplan, dem Rahmenplan für den Ausbau von Betreuungsstrukturen in Tirol, im gesamten Pflegeverband weniger Wohneinheiten vorgesehen sind, als man in Landeck nun plant.

„Betreutes Wohnen entspricht den Prinzipien des Strukturplans“, so Jenewein – weniger teure Pflegebetten zugunsten mehr ambulanter Dienste. Darum sei man hier flexibel. Die Errichtung des betreuten Wohnens selbst wird die Stadt nichts kosten – und auch das Land trägt nur die Wohnbauförderung bei.


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