„Kontrollen zeigen Wirkung“

Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss nimmt weiter ab. Die BH Imst zieht eine „unauffällige Bilanz“ für 2012.

Von Alexander Paschinger

Imst –Als „eigentlich über weite Teile unauffällig“ kommentiert der Imster Bezirkshauptmann Raimund Waldner das nun vorliegende Zahlenwerk seiner Behörde über das zurückliegende Jahr. Kummer bereitet ihm das Sozialwesen: „Da kann man tun, was man will, es wird immer mehr Geld gebraucht“ – waren es 2011 noch 1,64 Millionen Euro, die in die Jugendwohlfahrt investiert wurden, lag der Aufwand im Vorjahr schon bei 1,98 Millionen Euro. Andererseits konnte auch ein Mehr an Strafgeldern verbucht werden: 2,87 Millionen Euro wurden eingehoben. „Da muss man erklären, dass es mehr Kontrollen, aber auch mehr Verkehr gibt“, so Waldner.

Wie überhaupt der Straßenverkehr aus Sicht seiner Behörde von der Präsenz der Polizei und von einem geänderte Verhalten der Verkehrsteilnehmer geprägt ist: „Die Kontrollen zeigen Wirkung.“

Die Anzahl der Verkehrsunfälle ist mit 1909 eigentlich seit vielen Jahren auf dem gleichen Niveau. Etwas gesunken ist der Anteil jener Unfälle mit Personenschäden. Diese haben mit 324 den tiefsten Stand seit 2007 erreicht. Drei Verkehrstote gab es 2012 – nur 2011 waren es mit zwei Toten noch weniger.

Gerne hebt Waldner die „nur“ 23 Verkehrsunfälle mit Trunkenheit hervor: 2009 waren es noch doppelt so viele (45), 2007 gar dreimal mehr (70). „Die Kontrollen werden nicht weniger, aber die Leute vernünftiger“, so der oberste Beamte des Bezirks. Das ist auch an den Führerscheinentzügen abzulesen: Mit 298 abgenommenen Lenkerberechtigungen lag man erstmals unter der 300er-Marke (2009 mussten genau 400 Personen den Schein abgeben, 2007 sogar 470). In 188 Fällen war jedoch der Alkoholspiegel der Lenker der Grund für die Abnahme.

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Erkennbar ist seit einigen Jahren ein steter, wenn auch leichter Anstieg bei den Fahrerfluchten: 2012 sind 157 Vorfälle bekannt geworden. „Die haben aber nicht immer mit Alkohol zu tun“, ist Waldner überzeugt. Denn: „Die meisten Fahrerfluchten betreffen Parkschäden.“


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