Ein Zeitzeuge und medizinischer Pionier

Innsbruck – Der Rummel um seine Person, der war ihm nie so recht. Trotzdem, oder gerade deswegen, ist Raimund Margreiter der Inbegriff des C...

Innsbruck –Der Rummel um seine Person, der war ihm nie so recht. Trotzdem, oder gerade deswegen, ist Raimund Margreiter der Inbegriff des Chirurgen. Am kommenden Mittwoch, den 20. Februar, wird er im Zuge der Zeitzeugen-Gespräche im Casino Innsbruck über sein bewegtes Leben erzählen. Über die bekannten Geschichten genauso wie über jene, die vielleicht nicht so bekannt sind.

Margreiter wurde 1941 in Fügen geboren. Er entstammt einer Medizinerfamilie. Schon sein Groß- und Urgroßvater waren Ärzte. Seine eigene Laufbahn begann 1965 in Salzburg. Zwei Jahre später wechselte er an die Chirurgie nach Innsbruck. Auf dem Gebiet der Transplantationschirurgie war er nicht nur ein Pionier, sondern auch weitgehend Autodidakt.

Ein Organ zu verpflanzen, sei keine Kunst, dafür zu sorgen, dass es vom Körper nicht abgestoßen werde, aber sehr wohl, betont er immer wiede­r.

Spätestens seit der ersten Herztransplantation in Österreich 1983 gilt er als einer der bekanntesten Ärzte des Landes. 1985 führte er als weltweit Erster eine gleichzeitige Leber- und Nierentransplantation durch. Zur Jahrtausendwende war Briefbombenopfer Theo Kelz sein berühmtester Patient. Am 1. Oktober 2009 emeritierte er dann. Wie das Leben des begeisterten Kajak-Fahrers, der schon über den Amazonas paddelte, seither aussieht, erzählt der Zeitzeuge am kommenden Mittwoch Moderator Elmar Oberhauser. Die Gemeinschaftsproduktion von Casino Innsbruck, ORF Tirol und Tiroler Tageszeitung beginnt um 18.30 Uhr im Casineum. Der Eintritt ist frei, Anmeldung aber erforderlich: online unter innsbruck@casinos.at, telefonisch von Montag bis Freitag, 11–16 Uhr, unter 0512/587040-112. Ein amtlicher Lichtbildausweis ist mitzubringen. (TT, mw)


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